Fußball: „Sind kein charakterloser Haufen“ / Robben-Rat für Itter...

Didavi bricht Lanze fürs Team

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Haderte mit der Bayern-Pleite: VfLer Daniel Didavi (l.).

ib Wolfsburg. Die gute Defensivleistung gegen die Bayern: Für die Fußball-Profis des VfL Wolfsburg nicht wirklich ein Trost nach der Last Minute-Pleite. Vor allem Unglücksrabe Gian-Luca Itter wäre nach seinem unnötigen Foul, das zum entscheidenden Elfmeter führte, im Boden versunken.

Nach Spielende gab es für ihn ausgerechnet von Gegenspieler Arjen Robben gute Ratschläge.

„Das ist die knallharte Fußballwelt. So lernt man, so wird man ein großer Junge, aus diesen Fehlern muss er lernen. Er muss mit der Hand da wegbleiben“, meinte Robben in Richtung Itter. Dieser musste von seinen Teamkollegen erst einmal wieder aufgerichtet werden. Wobei Daniel Didavi direkt erklärte: „Der Junge darf sich jetzt keinen Vorwurf machen. An ihm lag es am wenigsten.“ Vielmehr hätten die Wölfe keinerlei Entlastung mehr zustande gebracht. „Vieles war gut, aber das reicht eben nicht“, sagte Josuha Guilavogui. Zumindest hätten die Zuschauer gesehen, dass der VfL wollte, meinte Didavi und brach eine Lanze für das Team: „Es wird oft so dargestellt, als wären wir ein charakterloser Haufen, das ist nicht so. Wir lassen uns nicht von draußen reinreden, einen Scheiß-Charakter zu haben.“

Gleichwohl wird die Partie am kommenden Freitag beim Drittletzten Mainz, ausgerechnet der Ex-Club von Wolfsburgs Coach Martin Schmidt, zu einer Art Endspiel. „Wir sind nicht blöd, jeder kann die Tabelle lesen“, erwiderte Didavi. Auch Guilavogui bekräftigte: „Das ist noch einmal ein Finale. Eines haben wir in Bremen schon verloren.“

Eine Fingerlänge mehr, und der VfL hätte zumindest einen Punkt mitgenommen gegen München. Doch beim zweiten Elfmeter von Robert Lewandowski war Keeper Koen Casteels, anders als zuvor beim parierten Strafstoß gegen Robben, machtlos. „Lewandowski macht es extrem gut. Wenn du zu früh gehst, kommst du zwar in die Ecke, aber dann guckt er dich aus. Du musst warten und kannst dann erst reagieren.“ Bei Robben indes erinnerte sich Casteels an den Super-Cup 2015 und erahnte die richtige Ecke. Letztlich wertlos.

Weitestgehend Verständnis gab es aus dem Mannschaftskreis übrigens für den Fan-Protest. „In dem Rahmen ist das vollkommen in Ordnung, solange es nicht in Hass oder Beleidigungen übergeht. Aber wir müssen die Fans wieder hinter uns bringen“, forderte Didavi.

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