Wer denn nun!? Kjaer trifft, doch Dzeko erhält vorerst das Tor …

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Die WM lässt grüßen: Edin Dzeko (4. v. l.) jubelt über das 1:0. Doch eigentlich hatte Simon Kjaer (r.) schon getroffen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Ein Hauch von Wembley wehte am Sonnabend durch die VW-Arena. Der Führungstreffer des VfL Wolfsburg gegen Stuttgart hätte eigentlich Simon Kjaer gutgeschrieben werden müssen. Doch als offizieller Torschütze wird bis auf Weiteres Edin Dzeko geführt.

Die 6. Spielminute: Kjaers Kopfball landete von der Unterkante der Latte eindeutig hinter der Torlinie, doch Schiedsrichter Markus Wingenbach und auch sein Assistent Mark Borsch ließen zunächst weiterspielen. Erst als Edin Dzeko nachsetzte, zeigte der Unparteiische zur Mittellinie. "Aus unserer Wahrnehmung war der erste Ball nicht im Tor. Es blieben Restzweifel, deshalb haben wir zunächst weiterspielen lassen", erklärte Wingenbach. Und der Referee blieb selbst nach intensivem Studium der Fernsehbilder und Beratung mit seinem Linienrichter nach Spielschluss bei dieser Tatsachenentscheidung. Womöglich revidiert die DFL in dieser Woche aber noch den Torschützen. Der VfL konnte über den kuriosen Torklau angesichts des 2:0-Sieges schmunzeln. "Ich hoffe, es ist mein Tor. Aber letztlich ist es egal", gab sich Kjaer im Sinne der Mannschaft gönnerhaft. "Ich bin ein Befürworter von Hilfsmitteln. Da ich Engländer bin, können sie das sicher verstehen, wenn sie an die WM denken", spielte VfL-Coach Steve McClaren leicht ironisch auf das WM-Achtelfinale in Südafrika zwischen Deutschland und England an, als ein Tor von Steve Lampard in ähnlicher Situation nicht gegeben wurde. Auch Manager Dieter Hoeneß sprach sich für den Tor-Videobeweis aus. "Ich war schon immer dafür. Ich glaube nicht, dass das Tor gegeben worden wäre. Das wäre bitter gewesen. Zum Glück hat Edin nachgesetzt."

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