Dejagah: Daumen geht wieder nach oben

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Daumen hoch: Ashkan Dejagah erzielte das Siegtor und empfahl sich für weitere Einsätze von Anfang an.

Wolfsburg - Von Arek Marud.  Seit fünf Jahren wartet Ashkan Dejagah auf den Durchbruch. Der gelingt zwar nicht mit einem starken Spiel. Immerhin hat sich der Teilzeitarbeiter am Sonnabend eindrucksvoll für die Stammformation empfohlen.

Vom Mitläufer zum Matchwinner: Dejagahs Tor verbesserte nicht nur Wolfsburgs angespannte Situation, sondern auch die des Deutsch-Iraners, der noch immer ein Wackelkandidat ist und in seinen Leistungen schwankt. Nach dem Tor in Hoffenheim (1:3) legte der Offensivspieler gegen Lautern nach. Sein Siegtreffer „war aber wichtiger“, so der ehemalige Berliner, der stärkster Wolfsburger und vor der Pause einziger Lichtblick in der Offensive war. Entsprechend intensiv lebte der Deutsch-Iraner dieses Hochgefühl nach Spielschluss aus. „Ich bin überglücklich und froh, dass ich von Anfang an spielen und der Mannschaft helfen konnte.“

Der erfrischend-entschlossene Auftritt nährt (mal wieder) die Hoffnung auf Nachhaltigkeit. Zumal der Konkurrent auf der rechten Seite, Rasmus Jönsson, völlig unterging und ausgewechselt wurde. Für den Schweden rückte Dejagah von der linken auf die rechte Seite und erzielte auf seiner Lieblingsposition auch das Tor. Streng genommen beförderte der Lauterer Jessen den Ball über die Linie, weil Dejagah seinen Gegenspieler anköpfte, von einem Eigentor aber nichts wissen wollte. „Mein Tor“,bekräftigte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler, der ins 45-köpfige Aufgebot der iranischen Nationalmannschaft berufen wurde.

Felix Magath sieht den Publikumsliebling auf einem guten Weg. „Mit jedem weiteren Tor verbessert er seine interne Situation. Er ist dabei, einiges in seinem Leben zu ändern. Das ist eine gute Grundlage.“ Was Dejagah nun anders macht, wollte der Trainer nicht verraten.

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