Dauerrenner Träsch will mehr den Ball laufen lassen

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Aufgesattelt! Wolfsburgs Kapitän Christian Träsch (r.) will in Leverkusen nicht nur mit Laufarbeit, sondern auch klugen Anspielen Akzente setzen und gewinnen.

ib Wolfsburg. Er läuft und läuft und läuft... Nein, gemeint ist nicht der VW Käfer. Sondern ein anderer Dauer(b)renner namens Christian Träsch. Der Neuzugang kann mit Fug und Recht als Mittelfeldmotor des VfL Wolfsburg bezeichnet werden – kaum ein anderer Bundesliga-Profi läuft mehr! Doch heute im Gastspiel bei Bayer Leverkusen will Träsch mit einer anderen Komponente punkten.

Für seinen Coach Felix Magath will der Neuzugang aus Stuttgart mit seinem Riesen-Laufpensum sogar zu viel. Dadurch leide die Spielintelligenz, die dem VfL bisher noch abgeht. Das hat Träsch offenbar auch selbst erkannt und sagt mit Blick auf den schweren Gang zum Vizemeister. „Wir müssen noch gezielter und konsequenter nach vorne spielen.“ Den Ball laufen lassen statt die eigenen Beine...

Denn obwohl die Wölfe durch den 1:0-Sieg in Unterzahl gegen Kaiserslautern Selbstvertrauen getankt hätten („Die Stimmung ist viel besser, dieses Gefühl müssen wir unbedingt mitnehmen“), sei die Leistung noch längst nicht gut genug für ein Kaliber wie Bayer gewesen, betont der Nationalspieler. „Leverkusen ist sehr stark besetzt, hat aber auch einige Schwächen, das hat man in München (0:3, Anm. der Redaktion) gesehen. Und in diese Schwachstellen müssen wir stoßen.“ Vor allem mit Träsch-Pässen, der in der Doppelsechs des VfL den verkappten Spielmacher gibt.

Derweil steht Bjarne Thoelke vor seiner Premiere im Profi-Kader! Die Sperre nach seiner Roten Karte bei den Amateuren hat der Betzhorner schon am Mittwoch beim Spiel des VfL II gegen Hannover abgesessen, reist als Backup für die Innenverteidiger Alexander Madlung/Marco Russ mit, da ein Einsatz für Chris noch zu früh kommt.

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