Fußball – Champions League, Viertelfinale: Bitteres Aus nach 0:3-Pleite bei Real

CR-siebt! VfL-Traum platzt

Frühe Schwächung: Julian Draxler (l.) musste noch in der ersten Hälfte mit einer Muskelverletzung vom Platz genommen werden.
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Frühe Schwächung: Julian Draxler (l.) musste noch in der ersten Hälfte mit einer Muskelverletzung vom Platz genommen werden.

dpa Madrid. Gewankt, gekämpft und doch verloren! Der VfL Wolfsburg hat das große Wunder von Madrid verpasst und ist im Mythos Bernabeu vor Cristiano Ronaldo und Co. noch in die Knie gegangen.

Der Superstar höchstpersönlich besiegelte gestern Abend mit seinen drei Toren (16. /17. /77. ) das bittere Aus der Wölfe. Gegen ein letztlich übermächtiges Real Madrid war für Wolfsburg durch das 0:3 (0:2) somit Endstation im Viertelfinale der Champions League.

Nach dem sensationellen 2:0 im Hinspiel und der „Blut- und Krieg“-Rhetorik des Kontrahenten kämpften die Wolfsburger vor 80 000 euphorischen Zuschauern vergeblich gegen den zehnfachen Königsklassen-Sieger. Erschöpft sanken Luiz Gustavo, Naldo und André Schürrle am Ende zu Boden. Für die Grün-Weißen war zum dritten Mal nach 2010 und 2015 Schluss im Viertelfinale eines Europapokals. Was bleibt, ist die Erinnerung an die magische Hinspielnacht.

Bitter für Wolfsburg war, dass Ronaldos entscheidendem Freistoß ein fragwürdiger Pfiff nach angeblichen Foul von Luiz Gustavo vorausging und der Ball dann durch die VfL-Mauer flog. „Das sollte eigentlich nicht passieren“, ärgerte sich Benaglio.

Die mythische Wucht des Bernabeu bekamen die Wolfsburger sofort zu spüren. Vor der Arena hatten euphorische Real-Fans den Teambus bei der Ankunft des Starensembles in dichte Rauchschwaden gehüllt. In der Choreographie auf der Tribüne zielten Pfeile schon auf den Henkelpokal - Finalziel Mailand war die Forderung der Madridista.

Selbst so nicht zu stoppen: VfLer Maximilian Arnold (r.) ermöglichte Luka Modric die Einleitung der 1:0-Führung für Madrid.

Real schnürte Wolfsburg wie befürchtet ein. Der Bundesligist stand zwar kompakt, konnte aber überhaupt nicht für Entlastung sorgen. Es blieben nur lange Bälle nach vorn als unpassendes Stilmittel. Die Cleverness des Hinspiels fehlte. Sergio Ramos (6.) köpfte auf die Latte. Und gerade war die Anfangsviertelstunde vorbei, da kam die Zeit für die Ronaldo-Show. Eine abgefälschte Hereingabe des Ex-Leverkuseners Daniel Carvajal ließen Dante und Naldo passieren. Der Superstar hatte keine Mühe einzuschieben. Sekunden später rettete Vieirinha gerade noch so, doch nach einer Ecke war Ronaldo per Kopfball da – die Hinspielschmach war für die Spanier zumindest ergebnistechnisch aufgearbeitet.

Selbst so nicht zu stoppen: VfLer Maximilian Arnold (r.) ermöglichte Luka Modric die Einleitung der 1:0-Führung für Madrid.

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Julian Draxler. Der linke Oberschenkel zwickte. Max Kruse kam im Tausch der Nationalspieler. Wolfsburg traute sich jetzt mehr, löste sich aus der Umklammerung. Luiz Gustavo (34.) nötigte Keylor Navas per Distanzschuss zu einer ersten Parade. Vier Minuten später hätte Bruno Henrique das so ersehnte Auswärtstor erzielen müssen, doch Ramos blockte den zu zaghaften Versuch.

Auch in der zweiten Halbzeit war Real tonangebend. Nach genau einer Stunde verhinderte Torwart Diego Benaglio per Reflex ein Eigentor von Josuha Guilavogui. Glück hatte der Schlussmann auch bei einem Kopfball von Ramos, der ihm vom Innenpfosten von hinten in die Arme fiel. Die Verlängerung war in Sicht, da schlug Ronaldo mit seinem 16. Champions-League-Tor der Saison zum dritten Mal zu. Der K.o.-Schlag.

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