Comeback des Jahres: Vieirinha „nur glücklich“

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Wieder da! Vieirinha gab gegen Nürnberg sein Comeback.

ib Wolfsburg. Die Partie ist längst entschieden. Als dann nach 85 Minuten die Nummer acht im grünen Dress an der Seitenlinie auftaucht, überragt die Welle der Begeisterung jeden der vier Torjubel zuvor um ein Vielfaches. Vieirinha ist zurück!

Das Comeback des Jahres beim VfL. Von frenetischen Liebesbekundungen des Publikums begleitet, betritt der Dribbler – frisch rasiert – ein halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss wieder die Bundesliga-Bühne. „Ich hatte versprochen, mich zu rasieren, wenn ich wieder in den Kader berufen werde“, erklärte Vieirinha, der zwar nur fünf Minuten spielt. Und doch ist es wie eine gefühlte Ewigkeit. „Der Moment ist schwierig zu beschreiben. Es sind so viele Emotionen“, findet er kaum Worte nach der langen Leidenszeit. „Ich bin nur glücklich, diese Minuten gespielt zu haben.“

Der Empfang wie Musik in seinen Ohren. Und die Teamkollegen sind happy, endlich ihren Kabinen-DJ wiederzuhaben. An seine Verletzung habe er während des Kurz-Einsatzes nicht gedacht, sagt Vieirinha. Kaum wieder mittendrin, wäre dem Edeltechniker fast noch das 5:1 per Lupfer gelungen. „Das wäre die Krönung, aber vielleicht des Guten auch ein wenig zu viel gewesen“, meinte VfL-Coach Dieter Hecking. Manager Klaus Allofs feixte: „Den muss er reinmachen. Heute verzeihen wir ihm das, beim nächsten Mal gibt’s aber einen Anpfiff...“

Die Rückkehr von Vieirinha hätte Junior Malanda eigentlich nicht mehr auf dem Platz erleben sollen. Trainer Hecking wollte seinen Youngster für das Pokalhalbfinale in Dortmund schonen. Nach dessen Tor zum 3:1 entschied sich der Herr der Wölfe aber gegen ein vorzeitiges Dienstende des jungen Belgiers.

Dafür hätte der neue Fanliebling seinen Chef schon umarmen können. Stattdessen rannte er nach seinem Tor zu Andries Jonker, drückte den Co-Trainer ganz fest. „Er hat gesagt, wenn ich schieße, muss ich auch treffen“, grinste Malanda. Vielleicht hätte der Niederländer auch mal Vieirinha bei Seite nehmen sollen.

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