Fußball: Stammkeeper arbeitet fieberhaft auf Comeback hin

Casteels’ Statement pro VfL

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Begehrter Gesprächspartner nach seiner langen Verletzung: VfL-Keeper Koen Casteels will seinen Vertrag bis 2021 beim VfL Wolfsburg erfüllen.

Schladming – Er war zum Zuschauen verdammt, als seine Teamkollegen im Saison-Endspurt die ersehnte Rückkehr auf die europäische Bühne vollbrachten. Und auch in den bisherigen Vorbereitungsspielen ist Koen Casteels außen vor.

So auch gestern Abend beim Trainingslager-Test des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gegen Fenerbahçe Istanbul. Noch genießt der Stammtorwart eine Schonfrist. Nur nichts überstürzen nach seiner schweren Muskelverletzung aus dem April.

„Es würde bestimmt gehen, aber es soll ja auch alles Sinn machen“, erklärte der Belgier in einer Medienrunde am gestrigen Montag in Schladming. Sein Comeback-Plan sei voll und ganz „auf den Bundesliga-Start ausgerichtet“ am 17. August gegen den 1. FC Köln. „Es geht mir sehr gut, der Muskel hält und ich kann Vollgas geben.“

Wohlgemerkt für die Wölfe. Denn das war lange Zeit nicht unbedingt klar gewesen. Casteels hatte seine Zukunft nach zwei starken Spielzeiten beim VfL offengelassen. Was unweigerlich zu Spekulationen führte. Doch zumindest seinen laufenden Vertrag bis 2021 will er nun erfüllen.

„Es hat sich nichts geändert, ich bin mit meinen Gedanken hier und freue mich auf den Bundesliga-Start“, verkündete der VfL-Schlussmann gestern. Das werden die VfL-Fans gern hören von ihrem sicheren Rückhalt. Genauso wie bei der akribischen Arbeit an seiner Rückkehr sieht der 27-Jährige allerdings auch keinen Grund zur Eile, wenn es um das Thema vorzeitige Vertragsverlängerung geht. „Ich habe doch noch einen Vertrag bis 2021, sehe also überhaupt keine Probleme.“

Zumal aktuell bei den Wölfen eine prima Stimmung herrscht, wie dem teils geheimen Vormittags-Training (Chefcoach Oliver Glasner ließ zum Beispiel Standards einstudieren) abermals zu entnehmen war. Casteels hatte bei sonnigen 23 Grad in der österreichischen Oststeiermark ein ganz individuelles Torwart-Training abgespult. Genauso wie der Schweizer Mittelfeldspieler Renato Steffen, der gegen Fenerbahçe ebenfalls fehlte. Mit seinem neuen Chef Glasner ist er sehr zufrieden, weil er stets auf die Mannschaft eingehe und auch mal ein Späßchen einstreue. Auf dem Status quo dürfe sich das Team aber nicht ausruhen, zeigte sich Casteels – getreu dem neuen Vereins-Motto „Immer_hungrig“ – angriffslustig. „Eine gute Saison reicht für den VfL nicht.“

Übrigens: Die rund 60 mitgereisten Fans, gestern beim Test gegen Fener im Stadion dabei, werden den trainingsfreien Mittwoch ihrerseits für ein eigenes Sonderprogramm nutzen. Entweder für eine Rafting-Tour mit dem Fanbeauftragten Holger Ballwanz oder eine Gondelfahrt auf den Dachstein.

AUS DEM VFL-TRAININGSLAGER BERICHTET SIEGFRIED GLASOW

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