Lauf der Dinge mit Humor

Brillianter Brekalo nimmt

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Überragender Wolfsburger am Samstag: Josip Brekalo.

ib Wolfsburg. Kleiner Mann ganz groß. Ausgerechnet der Jüngste auf dem Feld schwang sich beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg im Herzschlagfinale gegen den 1.  FC Köln zum Matchwinner auf.

Der erst 19-jährige Josip Brekalo erwischte am Samstag beim überlebenswichtigen 4:1-Erfolg einen Sahnetag.

Na klar stand ihm im Anschluss das Zahnspangen-Grinsen ins Gesicht geschrieben. Auf die Frage hin, ob die Erleichterung über den verhinderten Direktabstieg oder die Anspannung mit Blick auf die Relegation überwiegen würde, antwortete der Kroate: „Wir sind jetzt glücklich, haben vorher viele Chancen verpasst und wussten, dass es heute die letzte Chance war.“ Die Wölfe hätten „alles gegeben“, bekräftigte Brekalo. Er zuvorderst. Immer wieder zog der quirlige Flügelspieler Dribblings an, war direkt Wegbereiter der Blitz-Führung durch Josuha Guilavogui und des Kopfball-Treffers von Robin Knoche, bereitete auch das 2:1 mit vor und setzte schließlich selbst den Schlusspunkt zum 4:1-Endstand. Die Krönung einer starken Leistung, die eigentlich schon viel früher hätte erfolgen müssen. Denn in der 19. Minute vergab er einen Hundertprozenter. „Ich habe den Ball schon im Tor gesehen“, meinte Brekalo zu der sträflichen Szene. Sie blieb ohne Folgen für den VfL.

Für die Do-or-die-Spiele gegen Holstein Kiel müsse Wolfsburg nun seine „Kraft finden“. Ein ausschlaggebender Faktor, denn noch ist es nicht vorbei für die Wolfsburger Wiederholungstäter in Sachen Relegation. „Kiel hat in dieser Saison eine gute Mannschaft und Euphorie. Wir müssen alles geben“, so Brekalo. Dass er weiter zittern muss, während sein Ex-Club VfB Stuttgart sogar von der Europa League träumen darf, nahm er mit Humor. „Das ist Fußball. Als ich zurückgekommen bin, hatte Stuttgart 17 Punkte und Wolfsburg 20... Ich freue mich für den VfB.“ Freuen würde sich der Youngster auch über ein WM-Ticket. Kroatiens Co-Nationaltrainer Ivica Olic hätte ihn jüngst in der VW-Arena gegen Hamburg beobachtet. Brekalo schmunzelte: „Besser wäre es heute gewesen...“

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