Bremser stoppt Jubel-Bremser Arnold

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Schon wieder ich? Maximilian Arnold (M.) lebt seinen Traum.

mj Wolfsburg. Drei Tore in drei Spielen, dreimal das wichtige 1:0. Offensivtalent Maximilian Arnold ist auf dem besten Weg, sich einen festen Platz bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg zu erobern.

„Das ist schon verrückt“, strahlte der Rotschopf, der sich gegen Borussia Mönchengladbach (3:1) – im erst fünften Saisoneinsatz – schon sehr sicher auf dem Feld bewegte. Traumwandlerisch sicher! „Es ist ein Kindheitstraum. Ich bin froh und dankbar, spielen zu dürfen“, blieb Arnold bescheiden.

Auch Manager Klaus Allofs versuchte, die Euphorie-Woge um die Wolfsburger Nachwuchskräfte – neben Arnold überzeugte auch Innenverteidiger Robin Knoche – (etwas) zu glätten. „Zu zweit gewinnt man kein Spiel.“

Dennoch räumte der VfL-Macher ein, dass Arnold in den letzten Spielen sein Können gezeigt hätte. „Bei Maximilian sieht man, wie wichtig die Spiele auf diesem Niveau sind. Im ersten Spiel war er in den Zweikämpfen noch sehr naiv. Aber das geht danach in großen Schritten. Bis dahin war man Talent und dann sieht man, was wirklich drin steckt“, so Allofs.

Viel mehr Hilfe als während der 90 Minuten („ein geiles Gefühl“) benötigte der bodenständige Arnold nach der Begegnung. Der Trubel um seine Person sei ihm neu, gestand Wolfsburgs Nummer 27 ein.

„Mit den Fans zu feiern, das ist zwar ein schönes Gefühl. Aber das bin nicht nur ich, das ist die ganze Mannschaft. Für mich ist das etwas ganz Neues, da muss ich mich erst dran gewöhnen“, sagte Arnold. Co-Trainer Dirk Bremser hätte ihn in die Kurve geschickt. „Wäre ich nicht zu den Fans hingegangen, hätte ich ein paar gescheuert bekommen“, flachste Arnold. Weil er sich doch das Bad in der Menge abholte, blieb es beim Abklatschen durch das Wolfsburger Trainergespann.

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