„Brecher Sascha“ konnte beim Ausgleichstor gar nicht anders

+
Der "Brecher": Sascha Riether (M.) dreht nach seinem späten Ausgleichstreffer jubelnd ab.

Wolfsburg - Von Arek Marud.  Ein neuer Spielführer und ein neuer Torjäger sind geboren. Marcel Schäfer und Sascha Riether teilten sich gegen die Bayern den Job des abgewanderten Edin Dzeko.

Schäfer führte den VfL aufs Feld und staunte über die Vollstrecker-Qualitäten Riethers, den er beim 1:1 bedient hatte (86.). „Ich war verblüfft, als ich sah, dass die Nummer 20 jubelnd abdrehte“, schmunzelte Schäfer über „so einen Brecher wie Sascha“. Der Torschütze konnte nach der Flanke, der ein kapitaler Fehler Bastian Schweinsteigers vorausging, gar nicht anders. „Normalerweise bin ich jemand, der abspielt. Beim Tor war es schwer. Ich stand ja nur zwei Meter davor“, flachste Riether. Nach der Einwechslung Peter Pekariks für den gelb-rot gefährdeten Josué beorderte Trainer Steve McClaren Riether ins Mittelfeld. „Ein guter Schachzug. Sonst wäre ich vorne nicht drin gewesen.“ Auch Schäfers Laune war top. Weil das Team nach dem 0:1 als Einheit auftrat und weil der frischgebackene VfL-Leitwolf die neue Herausforderung nicht scheut. „Ich übernehme gern Verantwortung“, so der Kapitän, der mit dem Stollen von Thomas Müller Bekanntschaft machte und blutete. „Ich weiß nicht, ob er noch drin steckt“, zeigte der Linksfuß auf seine rot getränkten Stutzen. Schmerz hin oder her. Schäfer muss seinen Mitspielern nach seiner Benennung zum Käpt’n einen ausgeben. „Sie erwarten etwas von mir. Da wird noch etwas passieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare