Bittere Gegentore: Hecking fehlt „letzte Überzeugung“

Am Ende stand er im Schatten: Wolfsburgs Coach Dieter Hecking (l.) musste Zinedine Zidane den Vortritt überlassen.
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Am Ende stand er im Schatten: Wolfsburgs Coach Dieter Hecking (l.) musste Zinedine Zidane den Vortritt überlassen.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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ib Madrid. Dieter Hecking wirkte absolut gefasst. Keine Spur von Gräme beim Wolfsburger Coach direkt nach dem zerplatzten Traum vom Einzug ins Champions League-Halbfinale.

„Der Frust kommt gleich im Flieger“, sagte der VfL-Coach nach dem knapp verpassten Wunder von Madrid.

Dabei hätte ihm keiner eine Spur Bitterkeit verdenken können. Zwei der drei Tore von Real-Superstar Cristiano Ronaldo fielen in die Kategorie unglücklich/überflüssig. Beim 1:0 fälschte Maximilian Arnold eine Hereingabe von Luka Modric ab, beim 3:0- flog der Freistoß von CR7 durch einen Spalt in der Mauer, den Naldo und Josuha Guilavogui geöffnet hatten. „Das zeigt, dass auf diesem Niveau die Kleinigkeiten entscheiden. Das darf man sich nicht erlauben“, analysierte Hecking nüchtern.

Dabei hatte er auch gute Phasen seines Teams gesehen. Etwa ab der 25. Minute, als der VfL die Real-Dampfwalze ausbremste. Dennoch hätte in den vielversprechenden Augenblicken „die letzte Überzeugung gefehlt“, monierte Hecking. „Mehr Durchschlagskraft, mehr Mut“ hätte sich Wolfsburgs Coach von seinen Mannen gewünscht. Der früh ausgeschiedene Julian Draxler hätte diesen Esprit vielleicht besessen. Auch Bruno Henrique musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung runter.

Nichtsdestotrotz betonte Hecking: „Die Champions League nimmt uns keiner. Das war herausragend.“

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