Bescheidener BVB: Meister-Gratulationen lösen in Klopp nichts aus

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Ist weiter der Strahlemann der Liga: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp.

ib Wolfsburg. Tiefentspannt saß Jürgen Klopp vor dem Mikrofon, genoss den nächsten Mega-Moment der sensationellen Saison von Borussia Dortmund. Aber auch nach dem 3:0 in Wolfsburg ließen sich weder der Erfolgstrainer noch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu Aussagen in Sachen Meisterschaft hinreißen.

Während die Wölfe dem übermächtigen Gegner schon als kommenden Titelträger huldigten, blieb Klopp reserviert bei diesem Thema. Die Vorschuss-Lorbeeren der Konkurrenz „lösen nichts in mir aus“, entgegnete der Architekt dieser jungen, gierigen BVB-Überfliegerriege, die den Vorsprung auf Leverkusen bei stattlichen elf Punkten hielt. Die Gratulation von Trainerkollege Steve McClaren nahm er zur Kenntnis. Mehr aber auch nicht. „Die Wahrscheinlichkeit erhöht das trotzdem nicht“, grinste Klopp und verwies auf den hohen Aufwand, den sein Team für Siege dieser Art betreiben müsse. Den Borussen fliegt der Erfolg nicht einfach so zu – er ist Folge einer immerwährenden intensiven Inszenierung. Mit einem süffisanten Lächeln stellte sich auch BVB-Geschäftsführer Watzke vor die Medien. Er erklärte den Begriff „Druck“ zum Unwort des Januars 2011. „Jeder sieht ihn – außer uns“, betonte er. Die Borussia will keine Angriffsfläche für Bayern und Co. bieten. Watzke sprach nach dem Erfolg schlichtweg von „einem schönen Tag“. Den hatte auch Nuri Sahin. Dortmunds Schaltzentrale war wieder einmal der überragende Mann auf dem Platz. Spiele gegen Wolfsburg stehen für ihn offenbar immer unter einem guten Stern. „Ich mag diesen Gegner“, grinste Sahin. Immerhin bestritt er sein erstes Bundesliga-Spiel mit gerade einmal 16 Jahren in der VW-Stadt und erzielte nun wie schon im Hinspiel ein Tor. Vom Titel träumt beim BVB also (offiziell) noch niemand außer den Fans. Sehr wohl aber vom kommenden Derby gegen Erzrivale Schalke 04. Für Klopp „die Mutter aller Fußball-Spiele in Deutschland“.

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