Fußball – Neuzugang beim gestrigen Trainingsauftakt des VfL Wolfsburg dabei

Bazoer – der Metermacher

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Riechedly Bazoer wurde nach dem Trainingsauftakt noch einmal offiziell beim VfL vorgestellt. Trainer Valerien Ismael (l.) und Olaf Rebbe, Leiter Sport, versprechen sich viel von dem Neuzugang.

Wolfsburg. So richtig schwer wird den Fußball-Profis des VfL Wolfsburg die heutige Abreise ins Trainingslager nach La Manga in Spanien nicht fallen. Hat doch das norddeutsche Schmuddelwetter beim gestrigen Auftakttraining so richtig zugeschlagen.

Eiskalter Regen peitschte über das Trainingsgelände. Trotzdem entwickelte sich ein kampfbetontes Abschlussspiel mit vielen guten Szenen. Mittendrin statt nur dabei der niederländische Neuzugang Riechedly Bazoer.

Kurzes Gastspiel in Wolfsburg: Die VfL-Profis um Mario Gomez (M.) düsen heute ins Trainingslager nach Spanien.

Nicht dabei war indes das 18-jährige nigerianische Top-Talent Victor Osimhen. Er wird nach überstandener Meniskusoperation noch geschont, fährt aber mit nach Spanien. Darüber hinaus fehlten gestern neben Leih-Kandidat Carlos Ascues (siehe Bericht rechts) auch Philipp Wollscheid und Ricardo Rodriguez. Wollscheid, erst im Laufe der Serie auf Leihbasis von Stoke City gekommen, hat offensichtlich keine Zukunft mehr beim VfL. Rodriguez fährt, obwohl seine Verletzung aus dem letzten Spiel 2016 in Mönchengladbach noch nicht ganz verheilt ist, mit ins Trainingslager.

Im Anschluss an den gestrigen Auftakt betonten Trainer Valerien Ismael und Manager Olaf Rebbe übereinstimmend, dass die Mannschaft mit den Neuzugängen jetzt breiter und flexibler aufgestellt sei. „Wir können uns jetzt mit variablen Spielsystemen besser auf unsere Gegner einstellen“, so Ismael. Die beiden Siege vor der Winterpause hätten außerdem die Stimmung in der Mannschaft aufgehellt.

Zwölf-Millionen-Verstärkung Bazoer (er kam von Ajax Amsterdam) betonte nach dem ersten Training mit seinen Kollegen, dass er sich im Kreis der Mannschaft sehr wohl fühlt. „Die Mitspieler sind alle sehr nett und freundlich zu mir. Aber ich wusste schon von Jeffrey Bruma, was mich erwartet.“ Mit Keeper Koen Casteels und Co-Trainer Ton Lokhoff sprechen noch zwei weitere neue Weggefährten niederländisch. „Das hat es mir natürlich noch ein Stück leichter gemacht, hier anzukommen.“ Bazoer sieht sich selbst als „box-to-box-player“ – also ein Spieler, der den Raum zwischen beiden Strafräumen beackert. „Ich mache viele Meter auf dem Platz.“

Die neue Nummer sechs, die der niederländische Nationalspieler übrigens auch bei Ajax trug, will sich in Wolfsburg weiter entwickeln und hofft, schon beim Rückrundenstart gegen den Hamburger SV (21. Januar) zu spielen. Beim Angebot des VfL hätte „das Gesamtpaket einfach gestimmt“.

Von Manfred Gades 

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