In BayA(u)rena gibt es nur Kopfschmerzen

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Sorgte für Kopfschmerzen: Wuchtig setzt sich Bayer-Torjäger Stefan Kießling (2.v.l.) gegen Robin Knoche (M.) durch und erzielte das 2:1. Während es dem Leverkusener nach einer Behandlung besser ging, grübelte der VfL länger über die 1:3-Pleite.

mj/dpa Leverkusen. Es ist ein Kreuz mit Bayer! Leverkusens BayA(u)rena bleibt für den VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga eine uneinnehmbare Festung. Auch im 17. Versuch schafften es die Wölfe trotz guter Leistung vor 27 149 Zuschauern nicht, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Nach Toren von Sidney Sam (26.) und Stefan Kießling (65./90.+2) sowie Geburtstagskind Ivica Olic (39.) blieb dem VfL nach dem 1:3 (1:1) nur ein Brummschädel.

„Wir müssen uns den Schuh selbst anziehen – nach der Pause haben wir nicht mehr das umgesetzt, was wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten“, grübelte VfL-Trainer Dieter Hecking, der Marcel Schäfer anstelle von Ivan Perisic auf der linken Seite aufgeboten hatte.

Im Duell der Werksvereine begannen die nach der dritten Niederlage auswärts weiter sieglosen Wolfsburger engagiert, ohne sich in den ersten 20 Minuten eine zwingende Torchance zu erspielen.

Bayer lauerte im eigenen Stadion eher auf Kontermöglichkeiten, schaltete dann aber blitzschnell um. So wie in der 26. Minute, als Simon Rolfes steil auf Sam spielte. Der Jung-Nationalspieler ließ dem herausstürzenden VfL-Schlussmann Diego Benaglio mit einem Schlenzer ins lange Eck keine Abwehrchance.

Die Niedersachsen ließen sich durch den Rückstand nicht schocken, suchten weiter den Weg nach vorne. Olic tauchte immer wieder gefährlich vor dem Bayer-Tor auf, hatte aber zunächst Pech im Abschluss. Bis zur 39. Minute, als der seit Sonnabend 34-Jährige artistisch eine Flanke von Ricardo Rodriguez volley zum 1:1 im Bayer-Tor unterbrachte. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Luiz Gustavo, der in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte (85.) sah, Pech bei einem Lattentreffer.

Nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Heung-Min Son die Riesenmöglichkeit, Bayer wieder in Führung zu schießen. Doch dem Südkoreaner versagten nach einem Kießling-Pass frei vor Benaglio die Nerven. Er schob den Ball knapp am Tor vorbei. Kurz darauf vereitelte der VfL-Torwart zwei weitere Großchancen von Sam und Sebastian Boenisch (54.). „Wir haben die Bälle zu leicht hergegeben und müssen uns maßlos ärgern, wie wir die zweite Halbzeit phasenweise gespielt haben“, kritisierte der Wolfsburger Trainer.

Leverkusen drängte auf den Erfolg, den Kießling mit seinen Treffern unter Dach und Fach brachte. Erst traf der Stürmer mit einem wuchtigen Kopfball nach Freistoß von Gonzalo Castro, in der Nachspielzeit schloss er einen Konter aus spitzem Winkel zum Endstand ab.

„Mit unserer ersten Hälfte war ich absolut einverstanden. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Leverkusener Sieg aber verdient“, bilanzierte Hecking. „Dass wir mit null Punkten am Ende der Auswärtstabelle stehen, ist desolat“, war Schäfer enttäuscht.

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