Fußball – Champions League: VfL-Fanclubs Meilenwölfe und Aller-Ohre-Wölfe beeindruckt von Real-Reise

„Ballsicherheit, Konzentration und Ronaldo“

Tolle Atmosphäre trotz Niederlage: Die mitgereisten VfL-Anhänger aus dem Nordkreis ließen sich die Stimmung nicht vermiesen...
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Tolle Atmosphäre trotz Niederlage: Die mitgereisten VfL-Anhänger aus dem Nordkreis ließen sich die Stimmung nicht vermiesen...

ar Madrid. Knapp daneben ist auch vorbei. Für den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg reichte es gegen den Rekordsieger Real Madrid nicht ganz zum Einzug ins Champions League-Halbfinale.

Die mitgereisten Fan-Clubs der Wölfe aus dem Nordkreis hatten dennoch ein unvergessliches Erlebnis in Madrid und im Estadio Santiago Bernabéu.

...auch nicht vom regnerischen Wetter in Madrid. Fotos: privat

Lothar Hilmer, Vorsitzender der Aller-Ohre-Wölfe, war vor allem vom Stadion angetan: „So etwas habe ich noch nie gesehen, und ich war in vielen Stadien. Es waren alle sehr beeindruckt von dieser riesen Schüssel. Gigantisch!“ Ähnlich erlebte das auch der Vorsitzende der Meilenwölfe, Sören Henke: „Das war etwas Besonderes. Die Größe des Stadions war schon beeindruckend.“ Trotz dieser außergewöhnlichen Umgebung, der Fokus bei den Wolfsburg-Anhängern lag eindeutig auf dem Geschehen auf dem Rasen. „Die Enttäuschung ist schon da. Nach dem Hinspiel hatten wir Hoffnung, dass noch etwas drin ist“, meinte Henke. Auch Hilmer und Co. sind mit der Zuversicht nach Madrid gereist, dass der VfL „mindestens ein Tor schießt“. Dass dies dann nicht gelang und die Wölfe im Viertelfinale ausschieden, war dennoch eher das Erwartbare. „Es ist keiner total enttäuscht. Mehr kann man mit dieser Mannschaft nicht erreichen“, sagte Hilmer.

Henke, der neben dem Vorsitz bei den Meilenwölfen auch den Trainerposten beim Kreisklassisten SV Blau-Weiß Rühen inne hat, hatte eine Erklärung, warum es am Ende nicht ganz reichte für die Wolfsburger: „Es waren auch viel unerfahrene Leute dabei. Zudem ist Julian Draxler früh ausgefallen. Was ein bisschen gefehlt hat in der zweiten Halbzeit, war eine klare Torchance.“ Mit der Defensivleistung des VfL war Henke allerdings zufrieden: „Real war eigentlich nur nach Standards gefährlich. Madrid hat dann eben die individuelle Klasse, das auch zu nutzen.“

Mit der Reise in die spanische Hauptstadt sammelten die Meilenwölfe wieder einige Kilometer auf den Spuren ihres Lieblingsklubs.

Hilmer sah die die Ursache für die Niederlage vor allem in drei Faktoren: „Real verfügte über große Ballsicherheit, Konzentration und Ronaldo.“ Trotzdem sei Wolfsburg „so dicht dran gewesen“ am Halbfinale wie noch nie. „Ein Tor hätte gereicht, aber wir brauchen uns nicht zu schämen“, befand der Vorsitzende der Aller-Ohre-Wölfe. Und deshalb ließen sich die etwa 3200 mitgereisten VfL-Anhänger auch vom 0:3 nicht die Stimmung vermiesen. „Eine Dreiviertelstunde nach dem Spiel waren wir alleine im Stadion. Naldo und einige andere Spieler sind noch einmal rausgekommen und haben sich bedankt. Die Stimmung war toll“, so Hilmer.

Von der Atmosphäre bei den Heim-Fans war Henke allerdings nicht so begeistert: „Bei den Toren sind sie ein bisschen ausgerastet. Ansonsten hat man eigentlich nur ein gellendes Pfeifkonzert gehört, wenn Wolfsburg am Ball war.“ Hilmer war hingegen auch von den Real-Anhängern angetan: „Beim 2:0 war eine super Stimmung, auch vor und nach dem Spiel. Das war Gänsehaut pur.“

Für beide Fan-Clubs war die Reise nach Madrid mit dem Spiel übrigens nicht beendet. Die Meilenwölfe um Sören Henke fliegen erst am Freitag zurück in die Heimat. Bis dahin möchten sie noch etwas das Flair der spanischen Hauptstadt genießen. Unter anderem im Stadion von Reals Lokalrivalen Atlético beim gestrigen Spiel gegen Barcelona. Lothar Hilmes Aller-Ohre-Wölfe reisten bereits am Montag an und machten unter anderem eine Stadionführung durch das Bernabéu mit. Von der Stadt bekamen sie nicht allzu viel zu sehen. Der Grund: „Regen, Regen, Regen.“

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