„Ausrufezeichen“ vom Flankengott

Jaaaa! Marcel Schäfer überragte mit tollen Flankenläufen.
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Jaaaa! Marcel Schäfer überragte mit tollen Flankenläufen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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ib Wolfsburg. Er hätte sich einen anderen Anlass für sein Startelf-Comeback gewünscht. Weil Ricardo Rodriguez wegen des Trauerfalls seiner verstorbenen Mutter fehlte, durfte sich Wolfsburgs Urgestein Marcel Schäfer am Sonnabend wieder einmal beweisen. Das tat er mit Nachdruck!

Die Bemessung der eigenen Leistung klang fast ein bisschen schüchtern. „Ich habe bewiesen, dass man sich auf mich verlassen kann.“ Vielmehr verdiente sich Schäfi eine Eins mit Sternchen. Flügelläufe gepaart mit serienweise scharfen und präzisen Flanken – „überragend“, befand Teamkollege Naldo. „Die Flanken kamen wie geschossen rein“, registrierte Manager Klaus Allofs. Es sei nicht selbstverständlich für einen Reservisten, solch eine Leistung auf Anhieb abzurufen. Schäfer habe ein „richtiges Ausrufezeichen“ gesetzt und „Werbung in eigener Sache“ gemacht, lobte auch Trainer Dieter Hecking seinen Linksverteidiger. „Wir wissen, was wir an Marcel haben.“

„Vielleicht wird heute sogar mein Sohn zufrieden sein“, grinste Schäfer. Der sei sein größter Kritiker. Und selbst Stürmer. Und weil die bekanntlich an Toren gemessen werden, gäbe es sonst auch schon mal Frotzeleien vom Filius. Nun, ein Treffer blieb dem besten Wolfsburger verwehrt.

Der 32-Jährige freute sich über die Reaktion nach der Kritik, betonte aber zugleich mit Blick auf das Champions League-Spiel am Mittwoch in Moskau: „Wir haben eine unglaubliche Spielfreude entwickelt. Aber das darf keine Eintagsfliege sein.“ Naldo bekräftigte: „Genau auf diesem hohen Niveau muss es sein. Wir dürfen nicht nachlassen.“

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