Fußball – 1. Bundesliga: VfL Wolfsburg bezwingt 1. FC Köln verdient mit 2:1

Auftaktsieg, aber Luft nach oben

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Richtiger und falscher Fingerzeig... Der 2:1-Sieg über den 1. FC Köln war für den VfL Wolfsburg der erste Schritt in die richtige Richtung. Doch der Torschütze und frisch gebackene Papa Maximilian Arnold (r.) jubelte verkehrtherum. 

Wolfsburg – Es bleibt dabei: Der VfL Wolfsburg ist – selbst wenn man die komplette Vorbereitung mit einberechnet – unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner nach wie vor ungeschlagen.

Auch wenn bei den Wölfen noch längst nicht alles gänzlich souverän wirkt, so starteten sie am Sonnabend dennoch mit einem verdienten Erfolg in die neue Bundesliga-Saison. Gegen Aufsteiger 1. FC Köln schossen Maximilian Arnold (16. ) und Wout Weghorst (60. ) ein 2:1 (1:0) heraus, für den FC-Anschlusstreffer sorgte Simon Terodde erst in der Nachspielzeit.

Am Ende hatte Wolfsburg (l. Jerome Roussillon) knapp die Nase vor Köln.

Glasner ließ vor einer Kulisse von etwas mehr als 25.000 Zuschauern wie erwartet in der Abwehr mit einer Dreierkette agieren. Das Trio Josuha Guilavogui, Robin Knoche und John Anthony Brooks machte seine Sache – bis auf wenige Ausnahmen, so etwa beim Gegentor – ordentlich. Im Mittelfeld schenkte der österreichische Neutrainer seinem Landsmann Xaver Schlager anstelle des Ex-Kölners Yannick Gerhardt das Vertrauen, der vor der Abwehr ein bärenstarkes Spiel ablieferte, sich viel bewegte und dazu zahlreiche Bälle gewann. So auch vor dem 2:0, als sich der Zwölf-Millionen-Neueinkauf im Gegenpressing hellwach zeigte und Weghorst dann auch noch stark in Szene setzte. Einzig in der Offensive fehlte manchmal noch das Quäntchen Glück, ab und an laut dem neuen Mann an der Seitenlinie aber auch der „Mut“. Entscheidend war jedoch, dass der VfL seine Treffer zum richtigen Zeitpunkt erzielte.

„Ich habe Phasen gesehen, in denen wir viel gut gemacht haben und schöne Ballgewinne hatten, aber auch Phasen, in denen wir weniger gut gemacht haben“, war Glasner mit dem Gesamtauftritt noch nicht gänzlich zufrieden, sieht sein Team aber auf einem guten Weg: „Es war heute nicht einfach. Doch wir sind geschlossen aufgetreten und es war für unseren Weg sehr wichtig, mit einem Sieg zu starten.“

Den Grundstein legte Arnold nach etwas mehr als einer Viertelstunde, als er das Leder – per Kopfball-Klärung von FC-Akteur Florian Kainz bedient – aus gut 20 Metern satt traf und wie ein Strich im kurzen Eck einschlagen ließ. In der Phase zuvor wirkten allerdings die Gäste aus der Domstadt etwas wacher und mutiger. Zum Glück für die Gastgeber wurde ein Schuss von Anthony Modeste noch abgefälscht, ein Schlenzer von Dominick Drexler landete später über dem Kasten. Nach der Führung tat sich Wolfsburg weiter schwer, Chancen zu erspielen, präsentierte sich gegen mutige Kölner laut Glasner „zu passiv“. Ein weiteres Mal Glück hatte der VfL, als die Pfeife von Schiedsrichter Sven Jablonski nach einer Aktion von Kapitän Guilavogui gegen Drexler im Strafraum stumm blieb (32.).

Etwas druckvoller agierten die Wölfe nach der Pause. Nach Schlager-Vorarbeit erhöhte Weghorst auf 2:0 und band damit den Sack vorzeitig zu – daran änderte auch der späte und laut Glasner „unnötige“ FC-Anschluss durch Joker Terodde nichts mehr.

VON FLORIAN SCHULZ

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