Fußball – Bundesliga: Der VfL Wolfsburg startet in Augsburg

Auftakt, Argusaugen, Allofs Ambitionen...

Jetzt geht’s wieder richtig zur Sache! Der VfL Wolfsburg (l. Daniel Didavi) startet in die neue Bundesliga-Saison und gastiert im ersten Spiel beim FC Augsburg. Foto: dpa
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Jetzt geht’s wieder richtig zur Sache! Der VfL Wolfsburg (l. Daniel Didavi) startet in die neue Bundesliga-Saison und gastiert im ersten Spiel beim FC Augsburg.
  • Ingo Barrenscheen
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Wolfsburg. Ein gewisser Gerd – gemeint ist nicht der Bomber der Nation namens Müller – versetzt gerade den Norden in Hitzewallungen. Das möchte ein gewisser Super-Mario demnächst mit den Fans des VfL Wolfsburg ebenfalls tun.

Doch der Bundesliga-Auftakt am morgigen Sonnabend (15.30 Uhr) beim FC Augsburg kommt für Mario Gomez noch zu früh. Heiß, nicht nur wegen der aktuellen Temperaturen, sind die Wölfe dem Vernehmen nach aber auch so vor dem Wiedereinstieg ins Tagesgeschäft.

Die klitzekleine Hoffnung auf ein Sofort-Debüt in Grün-Weiß zerschlug sich gestern. Gomez steht nicht im Augsburg-Aufgebot. „Es wäre nicht der richtige Moment, Mario bereits der Bundesliga-Belastung auszusetzen. Dazu war die Verletzung doch zu schwerwiegend“, begründete VfL-Trainer Dieter Hecking den Verzicht auf seinen neuen Super-Star. Dieser hatte sich bei der EM am Oberschenkel verletzt und ist gerade erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Hecking: „Man merkt, dass ihm noch Substanz fehlt, und die darf auch fehlen nach so einer langen Pause. Es bringt nichts, ihn zu früh zu hoher Belastung auszusetzen und eine Folgeverletzung zu riskieren.“

Aller Voraussicht nach wird morgen also wieder Bas Dost die Wolfsburger Speerspitze bilden. Dabei könnte es sein letztes Spiel für den VfL werden – der Holland-Knipser liebäugelt mit einem Wechsel kurz vor Transferschluss. Ein Motivationsproblem sieht Hecking darin aber nicht. „Bas hat im Pokal getroffen und zeigt in jedem Training, dass er heiß ist. Ich gehe davon aus, dass er auch in Augsburg hochmotiviert sein wird, mit uns erfolgreich zu sein.“

Das Gleiche in Grün-Weiß nimmt der Übungsleiter auch für Julian Draxler in Anspruch. Nach dessen Wechsel-Veto hatte er im Pokal-Spiel in Frankfurt eine schwache Leistung abgeliefert, wird selbstredend mit Argusaugen von der Öffentlichkeit beobachtet. „Dass Julian besonders im Fokus steht, ist gewollt. Er ist schließlich ein besonderer Spieler“, sagt Manager Klaus Allofs. Dennoch muss der ohne Frage begnadete Nationalspieler zeigen, dass die Null-Bock-Unkenrufe falsch sind.

Letztlich wird aber für das komplette Rudel die neue Saison zur Bewährungsprobe. Die sportliche Leitung peilt ganz klar die Rückkehr ins internationale Geschäft an. Das unterstrich auch Allofs: „Ich glaube, dass wir vor einer guten Saison stehen.“

Von Ingo Barrenscheen

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