Fußball – Bundesliga: Pfeifkonzert gegen Julian Draxler / Abgang im Winter?

Die Atmosphäre wird frostig

Die Einwechslung von Julian Draxler (rechts) für Borja Mayoral quittierten die VfL-Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert.
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Die Einwechslung von Julian Draxler (rechts) für Borja Mayoral quittierten die VfL-Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert.

ar Wolfsburg. Als in der 78. Minute die Nummer 10 des VfL Wolfsburg das Feld im heimischen Stadion betritt, begleitet ihn ein gellendes Pfeifkonzert.

Als sich der Stein des Anstoßes, Nationalspieler Julian Draxler, nach der Partie den Fragen der Öffentlichkeit stellt, scheint ihn das sichtlich getroffen zu haben.

Fast schon kleinlaut und so gar nicht dem gezeichneten Bild des geldgierigen Profis entsprechend, sagt der Wechselwillige zu den Reaktionen der VfL-Anhänger: „Dass man dann Schwierigkeiten hat, ist klar. Ich kann die Fans verstehen, ich habe in der Hinrunde nicht performt.“ Das träfe nun auch auf weitere Stars der Wölfe zu, aber Draxler ist seit seinem offen bekundeten Wechselwunsch das schwarze Schaf. So richtig zu stören scheint das im Verein selbst auch niemanden mehr. „Was wir brauchen, sind Signale und Taten, die den Fans sagen: Ich bin hier unter Vertrag“, erklärte VfL-Manager Klaus Allofs. Die hat Draxler offenbar in der letzten Zeit etwas vermissen lassen, legt die wahrscheinlichste Deutung dieser Aussage nah.

Kollege Maximilian Arnold nahm Draxler zwar noch pflichtgemäß in Schutz, so richtig überzeugt von seinen Worten schien er jedoch nicht zu sein, als er sagte: „Wir müssen Julian Draxler als Mannschaft gemeinsam durch die Situation begleiten.“ Wie lange die Kollegen das versuchen werden, steht in den Sternen. Viele Anzeichen deuten darauf hin, dass der Zehner bereits im Winter die Segel in Wolfsburg streichen wird. Über seinen Wechsel müsse er aber nicht reden, so Draxler. „Der Verein hat andere Probleme als meine Person.“ Das betonte auch Allofs nach der neuerlichen Pleite: „Die Probleme sind größer geworden.“ Und zwar nicht nur, was die Punkteausbeute betrifft. Auch die Kluft zwischen Fans und Mannschaft wächst weiter.

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