Fußball – Bundesliga: Der Ton beim VfL Wolfsburg wird nach der Bremen-Pleite schärfer / Schmidt mahnt zur Contenance

Arnold wettert: „...der hat Schuss nicht gehört“

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Enttäuschend: Der VfL Wolfsburg (l. Admir Mehmedi) war Werder Bremen (Theodor Gebre Selassie) in vielerlei Hinsicht unterlegen.

ib Bremen. Lange Zeit schien der VfL Wolfsburg in Schönrederei zu sterben. Nun, wo ihm nach der nervenaufreibenden Vorsaison erneut der Worst Case droht, wird der Ton spürbar schärfer.

Gerade Identifikationsfigur Maximilian Arnold zog gestern nach dem 1:3-Tiefschlag in Bremen vom Leder; aber auch Trainer Martin Schmidt ließ einen (lauten) Weckruf los.

Es läuft nicht: Wolfsburgs Coach Martin Schmidt.

In der Halbzeitpause hätte so mancher sicherlich gerne Mäuschen in der Wolfsburger Kabine gespielt. Wobei das Donnerwetter von Schmidt womöglich auch noch weit in den Katakomben hörbar gewesen sein könnte. Der Trainerstab hätte nach angesichts des biederen Auftritts „ein bisschen rumgebrüllt“, erklärte der Herr der Wölfe. Und seine abschließenden Worte am Sky-Mikrofon klangen schon fast wie das SOS eines in Seenot geratenen Schiffes. „Wichtig ist, dass wir jetzt die Contenance bewahren, mit den Fans, mit der Stadt einen Schulterschluss machen. Wir brauchen jeden.“ Denn es sei nicht mehr fünf vor Zwölf, sondern „vielleicht schon drei vor Zwölf“, drückte Schmidt den Alarmknopf.

Auch bei Arnold schrillen längst die Sirenen. „Unerklärlich, wie das passieren konnte“, rang der Mittelfeldspieler nach Worten. „Das war einfach nur schlecht und absolut scheiße für jeden Wolfsburg-Fan“ Die Renaissance des akuten Abstiegskampfs sei nicht dem Trainer oder Manager Olaf Rebbe zuzuschreiben. „Es liegt nur an uns. Wir als Team sind Schuld daran. Wer nicht weiß, worum es in so einem Spiel geht, hat den Schuss nicht gehört.“ Rumms! Eine klare Ansage des Eigengewächses an die Mannschaftskollegen. Die Wölfe müssten „schleunigst aufpassen“, nicht in eine noch tiefere Abwärtsspirale zu geraten, so Arnolds Appell. Panik machen sei aber die falsche Herangehensweise. „Wir haben das letztes Jahr erlebt, sollten aber trotzdem die Ruhe bewahren.“

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