Arnold hält VfL auf Kurs

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Wolfsburg jubelt, Frankfurts Michal Kadlec (vorne) trauert: Die Wölfe feiern den 2:1-Siegtreffer durch Maximilian Arnold.

dpa/mj Frankfurt. Maximaler Erfolg! Dank Offensivtalent Maximilian Arnold bleibt der VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga auf Erfolgs- und Europapokal-Kurs. Der VfL-Youngster erzielte beim 2:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt seinen dritten Treffer in Serie und sicherte der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking bereits den dritten Dreier hintereinander.

„Ich bin nicht der Matchwinner, das sind wir als Mannschaft. Wir haben eine klasse Teamleistung gebracht“, wehrte Arnold alle Gratulationen ab. Vor 44 300 Zuschauern waren die Wolfsburger, die nun den fünften Platz belegen, durch ein Eigentor von Anderson (2.) in Führung gegangen, hatten den Ausgleich durch einen Freistoß von Alexander Meier (35.) kassiert. Erst Arnold (82.) machte wieder den Unterschied aus.

Bei den Hessen, die weiter auf den ersten Heimsieg warten, regierte nach der knappen Pleite der Frust. „Wir haben wieder am Ende ein Gegentor bekommen. Wir sind einfach zu unkonzentriert im Spiel hinten heraus und das wird dann bestraft. Wir treten auf der Stelle“, meinte der enttäuschte Ex-Wolfsburger Marco Russ, der mit den Hessen nur noch knapp vor dem Relegationsplatz liegt.

Für Frankfurts Trainer Armin Veh war es bereits vor dem Spiel nicht leicht, mit der angespannten Situation umzugehen. Einerseits war der erfahrene Coach bemüht, Gelassenheit auszustrahlen („Verrückte Dinge mache ich nicht“), andererseits setzte er gleich zwei Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit an.

Das Ergebnis waren einige gravierende Änderungen in der Frankfurter Aufstellung: Für den verletzten Kapitän Sebastian Jung (Wadenprobleme) durfte Stefano Celozzi an seinem 25. Geburtstag hinten rechts ran. Vor allem aber ließ Veh erstmals mit einem tannenbaumförmigen 4-3-2-1-System spielen, in dem Meier und Tranquillo Barnetta die beiden offensiven Halbpositionen hinter Vaclav Kadlec besetzten.

Beinahe wäre diese Strategie schon früh aufgegangen, aber Meier vergab die erste Großchance nach 38 Sekunden. Fast im Gegenzug dann der Schock für die Eintracht: Anderson lenkte eine Hereingabe von Patrick Ochs ins eigene Tor. Die Frankfurter waren verunsichert, die Wolfsburger selbstbewusst und dominant. Ivan Perisic hätte (7.) nachlegen können. Mit der klugen Raumaufteilung und dem frühen Stören des VfL kam die Eintracht nicht zurecht. Das Problem war, dass sich die Gäste nach 20 Minuten auf ihren Vorteilen ausruhten und kaum noch etwas nach vorne taten. Das brachte die an sich harmlosen Hessen zurück in die Partie.

Nach Meiers Freistoßtor hatte die Eintracht kurz vor und kurz nach der Pause ihre stärkste Phase. Da scheiterte Meier noch zweimal aus guter Position (45./48.). Danach wurden allerdings die Wolfsburger wieder stärker und drängten die Gastgeber zurück. Klare Chancen blieben auf beiden Seiten lange Zeit aus. Doch dann hatte Ochs seinen zweiten großen Auftritt an diesem Abend und legte dem jungen Arnold auch noch das 1:2 auf.

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