Anknüpfen, nicht abheben!

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Aufgalopp in Wolfsburg: Die VfL-Profis nahmen gestern unter Cheftrainer Dieter Hecking die Sommervorbereitung auf.

mj Wolfsburg. Gut erholt. Voller Vorfreude. Mit großem Optimismus und reichlich Motivation startete Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in die neue Saison. Das signalisierten Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs vor dem ges- trigen Trainingsauftakt der Wölfe nach der gut fünfwöchigen Sommerpause.

Gut 30 Spieler, darunter die Neuzugänge Stefan Kutschke, Max Grün und Daniel Caligiuri sowie zahlreiche Rückkehrer, scharten sich beim ersten Training um den Wolfsburger Rudelführer Hecking.

Nicht nur wegen der vielen personellen Alternativen sei der VfL, „in der Breite besser als in der Rückrunde aufgestellt.“ Weil kein Stammspieler den Verein im Sommer verließ, müsse Hecking nicht wieder bei Null anfangen. Die Konstanz im Kader und auf der Trainerbank macht den VfL-Coach durchaus zuversichtlich, „an die Leistungen der Rückrunde anknüpfen zu können.“

Mit zehn Spielen ohne Niederlage hatten sich die abstiegsbedrohten Niedersachsen nach oben gearbeitet, waren um acht Punkte an einer Europa League-Teilnahme vorbeigeschrammt. Großspurige Ziele, wie in der Vorsaison Heckings Vorgänger Felix Magath („Wir wollen wieder die Bayern schlagen und zu den Besten Deutschlands gehören“) noch formulierte, wollten weder Trainer noch Manager verkünden.

Dafür sei es noch zu früh, meinte Hecking. Aber, so sagte Allofs, der Verein wolle nicht im Mittelfeld der Tabelle stehen und auch nicht tiefer. „Die Ausrichtung ist mittelfristig schon Richtung Europa“, erklärte Allofs zurückhaltend.

Denn der Kader ist noch nicht komplett. Zum einen, was die Zu- und Abgängen betrifft (s. Text rechts). Die Wechselfrist endet erst am 31. August. Zum anderen nehmen einige Profis erst verspätet die Saisonvorbereitung auf.

Die Nationalspieler Diego Benaglio, Ricardo Rodriguez (beide Schweiz) und Ivica Olic (Kroatien), die mit ihren Ländern nach Saisonende noch in der WM-Qualifikation im Einsatz waren, fangen einen Tag vor dem Trainingslager im schweizerischen Crans Montana (3. bis 7. Juli) mit einem Laktaktest an.

Noch länger fehlen nur noch Maximilian Arnold und Makoto Hasebe. Dem frischgebackene A-Jugendmeister Arnold spendierten die VfL-Verantwortlichen bis zum 6. Juli eine zusätzliche Woche Urlaub. Hasebe, mit Japan beim Confed-Cup in Brasilien dabei, stößt erst am 15. Juli zum Team. Nicht so schlimm, lacht Hecking. Der vielseitige Mittelfeldspieler wäre beim Liga-Start bei Hannover 96 (10./11. August) ohnehin rotgesperrt.

Beim Niedersachsen-Derby wird Diego für den VfL spielen. Da sind sich Hecking und Allofs sicher. „Die Situation ist, dass wir mit ihm weitermachen wollen, und der Stand der, dass er uns erhalten bleibt“, so Allofs. Ein Angebot würde für den Spielmacher nicht vorliegen. „Und selbst wenn eines vorliegt, heißt es nicht, dass wir ihn gehen lassen“, so Hecking. Diegos Verbleib auch ein Grund, optimistisch in die Saison zu gehen.

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