Fußball – Bundesliga: Debüt des Interimstrainers verpatzt

Allofs zurückhaltend, Ismaël realistisch

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Engagement zeigten die Spieler des VfL (l. Yannick Gerhardt). Aber bei solch haarsträubenden Fehlern kann man nicht siegen.

dpa/mth Darmstadt. Valérien Ismaël hat als Interimstrainer des VfL Wolfsburg nicht für eine dauerhafte Anstellung werben können, darf aber auf eine weitere Bewährungschance hoffen.

Der 41-Jährige unterlag bei seinem fast schon desolat verlaufenen Debüt auf der Bundesliga-Bühne am Sonnabend mit seinem Team mit 1:3 (0:1) beim Abstiegskandidaten SV Darmstadt 98.

„Wir werden Valérien nicht nach einem Spiel beurteilen“, versicherte Sportchef Klaus Allofs nach dem Abpfiff gegenüber dem TV-Sender Sky. „Was die endgültige Entscheidung angeht, werden wir uns Zeit lassen.“

Wohl keine Dauerlösung: Der Interimstrainer Valérien Ismaël.

Allofs hatte zuvor erklärt, dass der bisherige Wolfsburger U23-Coach mehr als nur eine Zwischenlösung sein könnte: „Wenn die Resultate positiv sind, ist das denkbar.“ Allerdings werden auch der frühere belgische Nationaltrainer Marc Wilmots, der Italiener Roberto Mancini, Ex-HSV-Coach Bruno Labbadia und der frühere Chelsea-Coach André Villas-Boas gehandelt. Zumal vermutet wird, Volkswagen würde möglicherweise einen großen Trainer-Namen bevorzugen.

Dass Ismaël nach der Trennung von Dieter Hecking länger auf der Wolfsburger Trainerbank sitzen darf, ist durch die Niederlage in Darmstadt eher unwahrscheinlich geworden. „Vom Ergebnis her ist das enttäuschend für uns“, räumte der Interimscoach ein. Zu seinen Perspektiven sagte der Ex-Profi: „Ich wäre gut beraten, von Spiel zu Spiel zu denken. Es gibt eine klare Absprache mit Klaus Allofs.“

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