Allofs warnt vor tödlichem Mix: Ohne Druck, mit Fehlern

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Augen zu und daneben: Wolfsburgs Stürmer Ivica Olic forderte nach den Testspielpleiten von sich und seinen Mitspielern mehr Konsequenz im Angriff ein.

mj Wolfsburg. Abgehängt! Dass beim neuen V(fL) W(olfsburg) noch nicht alles rund läuft, davon konnten sich Fans wie Experten am Wochenende überzeugen. Beim Nord-Cup in Hamburg kassierte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking gegen den FC Kopenhagen (1:2) und Eintracht Braunschweig (1:2) zwei Niederlagen, wurde Letzter.

„Es ist ärgerlich, dass wir beide Spiele verlieren. Obwohl wir von der Spielanlage besser waren“, ärgerte sich Hecking nach den „hübschen“, aber uneffektiven Auftritten. Seine Riege hätte sich gegen Nachbar Braunschweig zwar gut durchkombiniert, war dann aber in Schönheit gestorben.

Manager Klaus Allofs monierte, dass sich die Grün-Weißen in vielen Bereichen nicht so clever angestellt hätten. „Wir machen ständig das Spiel, sind dann im Spiel nach vorne nicht so druckvoll und machen den einen oder anderen Fehler im Defensivverhalten. Das ist ein tödlicher Mix“, meinte Allofs.

Stürmer Ivica Olic bemängelte vor allem, dass seine Mannschaft nicht konkret genug im Angriff gewesen wäre. „Bei uns ist alles noch im vierten Gang. Ohne Tempowechsel“, haderte auch Trainer Hecking.

Während Allofs („Wir sind in der Vorbereitung“) betont ruhig blieb, läuteten beim kroatischen Angreifer nach den beiden Testspielpleiten leise die Alarmglocken. Zweieinhalb Wochen vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim Karlsruher SC (Sonnabend, 3. August, 20.30 Uhr) müsse „man dranbleiben, um sich zu verbessern. Wir müssen schnell wieder auf das Niveau, wie vor dem Saisonende kommen“, fordert Olic seine Mitspieler auf, einen Gang nach oben zu schalten.

Die Tempoverschärfung könnte bereits heute im Testspiel eine Wolfsburger Stadtauswahl zu spüren bekommen. Ab 18.30 Uhr treffen die Wölfe im Stadion des VfB Fallersleben auf eine von 14 000 Fans gewählte Mannschaft, die mit 22 Spielern aus elf Vereinen bestückt wurde.

Ein Höhepunkt des Abends wird sicher die Autogrammstunde der Wolfsburger Spieler sein. Trainer Hecking hat angekündigt, dass alle Akteure – auch die, die nicht zum Einsatz kommen – in Fallersleben mit dabei sein werden.

Dazu könnte auch Makoto Hasebe gehören. Der japanische Nationalspieler, der für sein Land beim Confed-Cup in Brasilien gespielt hatte, kehrte nun aus dem Urlaub und absolvierte am Elsterweg einen Laktaktest. Neben Hasebe drehten auch Maximilian Arnold und Ibrahim Sissoko im alten VfL-Stadion ihre Runden.

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