Fußball – Bundesliga: VfL müsse sich gegen Frankfurt steigern

Allofs warnt: Leistung nicht überbewerten

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In München nichts Neues: Wieder blieb dem VfL Wolfsburg (Sebastian Jung) nach dem 1:2 nur die Enttäuschung des Verlierers. Junior Malanda (kleines Bild/l.) hätte es ändern können. Fotos: Gades

Wolfsburg/München. Ivica Olic brachte es auf den Punkt. „Bayern war schlagbar“, meinte der einzige Torschütze des VfL Wolfsburg nach dem Auftaktspiel der 52. Bundesliga-Saison in München.

Dass es nicht zu mindestens einem Punkt reichte, hatte sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking selbst zuzuschreiben.

Nach einer soliden Anfangsphase, in der die Münchner kaum ernsthafte Chancen hatten, agierten die Wölfe zu zaghaft. „Wir haben nur phasenweise gut gespielt“, ärgerte sich Manager Klaus Allofs, der die knappe Niederlage als „riesengroße Enttäuschung“ verbuchte. Vor allem das 0:2 durch Arjen Robben direkt nach der Pause beschäftigte den Geschäftsführer Sport des VfL noch lange nach Spielende.

„So kann man kein Tor herschenken. Wir fangen katastrophal an“, kritisierte Allofs die Kommunikation der Wölfe auf dem Platz. Neuzugang Joshua Guilavogui hatte sich direkt nach Wiederanpfiff im Mittelfeld das Leder von Robben abjagen lassen. Der Niederländer netzte dann zum letztlich entscheidenden 2:0 ein. „Solche Dinge kannst du dir gegen keinen Gegner erlauben. Ich erwarte, dass wir besser werden“, meinte Allofs.

Besser wurde der VfL-Auftritt in München erst nach dem zweiten Bayern-Treffer. Dank einiger Umstellungen – neben dem guten Maximilian Arnold sorgte auch Daniel Caligiuri für mehr Schwung – setzten die Wölfe müder werdende Hausherren unter Druck. „In den letzten 40 Minuten nach dem 0:2 haben wir Mut gehabt und nach vorne gespielt. Du musst dann aber auch jede Chance nutzen“, fasste Olic das vergebliche Anrennen seiner Mannschaft zusammen.

„In dieser Phase wäre ein Remis nicht unverdient gewesen“, meinte Allofs. Den einen Punkt hätte Junior Malanda mit links sichern können. Müssen. Wenige Zentimeter vor dem Bayern-Gehäuse schoss er das Leder nach einem Abpraller von der Latte weit am Tor vorbei. „Der erste Ball muss drin sein, aber er kam sehr schnell und war schwer zu kontrollieren. Danach springt mir der Ball ans Knie und direkt ins Aus. So ist Fußball, ich nehme die Erfahrung mit“, so Malanda.

Wieder nur Erfahrung und keine Punkte aus München. Bei Allofs klingelten nach dem Spiel sofort die Alarmglocken. „Ich warne davor, diesem Spiel eine zu große Bedeutung zu geben und zu glauben, dass wir jetzt gegen Frankfurt einfach gewinnen. Wir werden uns erheblich steigern müssen. Viel konzentrierter sein und ballsicherer werden.“

Von Matthias Jansen

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