Fußball – Bundesliga: Für Manager und Trainer liegen Ursachen für Stotter-Start auf der Hand / Freude auf Everton

Allofs: „Lasse mich nicht in Panik versetzen“

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Oldie und Goldie: Ivica Olic (r.) rettete einen Zähler. Foto: dpa

dpa/ib Hoffenheim. Keine Panik auf der Titanic! Wolfsburgs Manager Klaus Allofs war auch nach dem dritten Sieglos-Spiel des hochgehandelten und ebenso ambitionierten VfL bei der TSG 1899 Hoffenheim darum bemüht, kein Krisengerede aufkommen zu lassen.

Immerhin steht am Donnerstag die Premiere in der Europa League beim FC Everton bevor.

Störfeuer sind da unerwünscht. Allofs sah bei seinem Team „einen Schritt vorwärts“ Es fehle nur das Quäntchen Glück, um erfolgreich zu sein. „Ich lasse mich nicht in Panik versetzen.“ Auch auf die Gefahr hin, sich gebetsmühlenartig zu wiederholen: Es sei mehr drin gewesen für die Grün-Weißen. Einzig: Es fehlt ein Vollstrecker.

Und da sind auch noch die WM-Nachwehen. Cheftrainer Dieter Hecking sah sich angesichts kritischer Nachfragen gezwungen, diese Karte auszuspielen. „Wir können noch nicht im Rhythmus sein“, betonte er. „Wir sind bislang ganz leise getreten, was unsere Probleme betrifft. Ich mach’s heute nochmal öffentlich für alle: Wir hatten sieben Nationalspieler bei der WM, vier schwere Verletzungen, elf Spieler, die die Vorbereitung nicht mitmachen konnten. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, das wissen wir.“

Hecking gibt seinem Team (noch) Zeit. Diese kann er seit Freitag auch in adäquater Form von seinem Handgelenk ablesen. Der VfL-Coach hatte von seinen Spielern zum 50. Geburtstag eine Schweizer Armbanduhr bekommen. „Andere betteln um Zeit, wir machen das nicht“, sagte der Jubilar angesichts des stockenden Starts seiner Mannschaft.

Viel lieber schaute Hecking – noch im Kraichgau befindlich – nach England. In drei Tagen steht der Europa-League-Auftakt beim FC Everton an. Dort will der VfL endlich zeigen, was wirklich in ihm steckt. „Everton ist eine Riesenherausforderung. Das wird riesig Spaß machen, dort zu spielen. Ich glaube, dass meine Mannschaft ein geiles Auswärtsspiel machen wird“, versicherte Hecking.

Auch seine Spieler gaben sich nach dem Remis in Sinsheim ehrgeizig. „Wir sind froh, unter dem Strich wenigstens noch einen Punkt mitgenommen zu haben“, meinte Torhüter Diego Benaglio. Und Naldo wusste genau: „Wir können besser werden, wir müssen besser werden.“

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