Allofs alter Arbeitgeber als Vorbild für die Zukunft

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VfL-Manager Klaus Allofs wünscht sich attraktiven Fußball. Dafür soll Spielmacher Diego (r.) sorgen. Klappt das schon am Sonntag?

mj Wolfsburg. Droit au but – Direkt zum Ziel! Das Vereinsmotto von Olympique Marseille, am Sonntag (19 Uhr) im Rahmen des Stadionfestes Testspielgegner des VfL Wolfsburg, prägt gleichzeitig auch das Lebensgefühl der Südfranzosen.

Ohne Umschweife nach vorne: aggressiv, angriffslustig, spektakulär und nicht immer den Regeln entsprechend. 1994 musste OM, das ein Jahr zuvor in München mit Rudi Völler die Champions League gegen den AC Milan (1:0) gewonnen hatte, zwangsweise in die 2. Liga absteigen. Durch Bestechungsgelder hatten sich die Blau-Weißen den Sieg über US Valenciennes (2:1) und damit die Meisterschaft erkauft.

Eine nicht gängige Vorgehensweise und längst vergessen. Dieses Skandälchen hat Marseille, Heimatstadt eines gewissen Zinedine Zidane, nicht geschadet. „Olympique ist in Frankreich nach wie vor der wichtigste Klub“, erzählt Klaus Allofs, der selbst von 1987 bis 1989 am Mittelmeer kickte, noch voller Achtung.

Der Wolfsburger Manager war beileibe nicht der einzige Deutsche bei OM. Neben Franz Beckenbauer, einst Sportlicher Direktor des neunfachen Meisters, standen auch noch Karlheinz Förster und Andreas Köpke auf der Lohnliste.

Weit bekannter wurde Olympique aber für die vielen guten Offensivspieler. Jean-Pierre Papin, Didier Drogba, Alen Boksic, Eric Cantona, George Weah oder Franck Ribery spielten alle bereits im Stade Velodrome. Irgendwie klar bei diesem Vereinsmotto.

Ob die alte Allofsche Verbundenheit der Grund ist, warum OM als Testgegner ausgewählt wurde? Möglich! Auf der anderen Seite wollen sich die Wölfe vielleicht etwas vom Spielstil abschauen. „Unser Ziel in dieser Saison ist es, attraktiven Fußball zu spielen und erfolgreicher zu sein als im letzten Jahr“, erklärte Allofs.

Wenn das direkt zum Ziel (Europa) führen würde, wäre niemand abgeneigt. Vorher würde den Zuschauern sicher schon ein Fußball-Spektaktel auf dem Feld reichen.

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager im schweizerischen Bad Ragaz erhielten die Wolfsburger Kicker um Mittelfeldstar Diego einen freien Tag, um am Sonntag ausgeruht in das Spiel gegen Olympique Marseille gehen zu können.

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