Fußball: VfL patzt trotz Vorwarnung

Alarmstufe Rot – am Ende und bei Einwürfen

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„Ein ekliger Aufsteiger“: Wolfsburgs Maximilian Arnold (l.) wurde von Paderborn (Streli Mamba) zu Fall gebracht.

Wolfsburg – Das ist Rot! Tausende Kehlen schrieen diese Forderung förmlich unten aufs Spielfeld. Und waren noch empörter, als Schiedsrichter Daniel Schlager nach dem Last-Minute-Aufreger nur Gelb gegen Übeltäter Klaus Gjasula zückte.

Der Akteur des SC Paderborn hatte einen letzten verheißungsvollen Konter für den VfL Wolfsburg durch Felix Klaus in der Nachspielzeit mit einer rüden Grätsche jäh unterbunden und löste eine Riesen-Rudelbildung mit hochkochenden Gemüter aus.

Ey, Schiri! Die fiese Grätsche in der Nachspielzeit erhitzten die Gemüter bei Wolfsburg (Renato Steffen) und Paderborn (Trainer Steffen Baumgart, mit Oliver Glasner)... 

Wenngleich alle in Grün-Weiß gerne eine andere Karton-Farbe gesehen hätten – am mageren 1:1-Remis gegen den Emporkömmling aus Ostwestfalen hätte es ohnehin nichts mehr geändert. Dennoch frotzelte Maximilian Arnold, kurz zuvor mitten in der Gemengelage, wenig später in den Katakomben mit Blick auf die Schiedsrichter-Kabine: „Vielleicht war es auch in der Kaffeepause zu warm in dem Raum...“ Sprich: Er hätte gerne eine andere Karton-Farbe gesehen. Sein Kapitän Josuha Guilavogui drückte sich etwas diplomatischer in dieser Frage aus: „Er war nicht der letzte Mann, aber er kommt mit zu viel Energie und Willen. Emotionen gehören nun einmal dazu.“

Letzten Endes keine entscheidende Szene. Vielmehr hatte den Wölfen zuvor die richtigen Lösungen gegen den Aufsteiger gefehlt. „Ein ganz ekliger Aufsteiger“, unterstrich Arnold den Eindruck der vorherigen Paderborner Spiele. Eklig wurde es vor allem deshalb, weil die Gastgeber nicht richtig zugehört hatten. Oliver Glasner hatte im Vorfeld die schnellen Einwürfe des Gegners angemahnt. Und zack: Genau nach diesem Muster fiel das Gegentor, später fast noch eines. „Das geht nicht, das darf nicht passieren“, seufzte Arnold. Auch Guilavogui räumte offen diesen Fehler ein.

Dennoch zeigte er sich, anders als Arnold, mit dem Punkt zufrieden. Nicht aber mit der Leistung. „Unser Ballbesitz muss noch kommen. Wenn ein Gegner tief steht, ist es schwierig.“ Erst Recht wie am Sonnabend. Arnold: „Wenn du dreimal hin und her läufst bei der Hitze, glüht einem der Kopf und es brennen die Sicherungen...“

ib

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