Fußball – Bundesliga: Wolfsburg will und muss gegen Köln Schalter umlegen

Alaaf hieße Alarm beim VfL

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Wer bringt hier wen ins Trudeln!? Der VfL Wolfsburg (r. Naldo) ist im Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Köln (Anthony Modeste) enorm unter Zugzwang. Die Champions League-Plätze sind aktuell in weite Ferne gerückt.

Wolfsburg. Karussell trifft Karneval. Angesichts des unmittelbar bevorstehenden Transferschlusses rückt das erste Heimspiel 2016 gegen den 1. FC Köln am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) fast ein wenig in den Hintergrund beim VfL Wolfsburg.

Im Schatten der eifrigen Stürmer-Suche von Manager Klaus Allofs wollen und müssen sich die Wölfe endlich wieder ins Rampenlicht der Fußball-Bundesliga schießen.

Im halben Dutzend williger? Nach fünf sieglosen Anläufen im Alltags-Geschäft drohen die Grün-Weißen die erneute Champions League-Qualifikation aus den Augen zu verlieren. Sieben Zähler Rückstand auf den Drittplatzierten Hertha BSC Berlin – da dürfen die Gastgeber die Partie gegen Köln nicht versieben! Apropos: Der VfL ist, um im Kontext zu bleiben, seit sieben Spielen gegen den Eff-Zeh ungeschlagen. Andererseits haben die Rheinländer in der fünften Jahreszeit immer richtig (Geiß-)Bock: Köln verlor unmittelbar vor dem Karneval in den vergangenen neun Jahren nur eine Partie. Alaaf – das hieße Alarm beim VfL!

Serien, die Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking schnurzpiepegal sein dürften. Er will Leistung sehen. Die hochgradig ärgerliche 2:3-Auftaktschlappe bei Eintracht Frankfurt hängt ihm immer noch nach. Deshalb scharte er seine Spieler am Mittwoch auch noch einmal zur ausgiebigen Videoanalyse um sich, zeigte die Fehler auf. „Ich hoffe, dass wir die Lehren daraus ziehen und gegen Köln vorm Tor kaltschnäuziger sind“, meinte Rechtsverteidiger Christian Träsch, der am Sonntag vor seinem 100. Spiel im grün-weißen Dress steht.

Womöglich wird gegen Köln eine neue, alte Doppelsechs auflaufen: Luiz Gustavo dürfte nach auskurierten Knie-Problemen mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit sein Comeback in der defensiven Schaltzentrale feiern, auch Maximilian Arnold stand in dieser Woche wieder auf dem Trainingsplatz – wenngleich zunächst noch Abseits der Teamkollegen.

Derweil bangen die Gäste um den Einsatz ihres Abwehr-Shootingstars Dominique Heintz. Der Innenverteidiger lag unter der Woche mit einer Grippe flach. Alternativen wären Mergim Mavraj und Frederik Sörensen. Immerhin gab es Entwarnung bei Yuya Osako: Der Japaner hatte sich im Training eine Knöchel-Blessur zugezogen, doch gestern stieg der Angreifer bereits wieder bei den Kölnern ein.

Von Ingo Barrenscheen

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