Fußball – Bundesliga: VfL pirscht sich gegen Mainz an Europa League-Ränge heran

4:0! Wolfsburg, wie es siegt und lacht

+
Wolfsburg, wie es siegt und lacht... VfL-Mittelfeldspieler Yannick Gerhardt (r.) bejubelt sein Tor zum 3:0 gegen den FSV Mainz 05 mit Wout Weghorst (l). Am Ende stand ein 4:0-Sieg zu Buche.

Wolfsburg – Der höchste Saisonsieg. Dazu zum zweiten Mal vier Tore erzielt. Das nackte Resultat ließ einen Sturmlauf des VfL Wolfsburg am gestrigen Sonntagabend zum Abschluss des 23. Spieltags in der Fußball-Bundesliga erahnen. Das traf nur teilweise zu.

Dennoch feierten die Wölfe ein souveränes 4:0 über einen enttäuschenden FSV Mainz 05 und pirschten sich bis auf zwei Zähler an Platz sechs heran.

Das Wolfsburger Stadiondach wackelte während der 90 Minuten bedächtig im Wind. Und mit ihm eingangs auch die Hausherren, die sich direkt sechs Mainzer Ecken in vier Minuten ausgesetzt sahen. Vielleicht lag es auch an den personellen Rochaden, die Cheftrainer Oliver Glasner vornehmen musste. Kapitän Josuha Guilavogui war nicht rechtzeitig fit geworden, neben Jerome Roussillon fehlten auch die gesperrten Maximilian Arnold und Marin Pongracic. Auf der VfL-Bank nahmen so zwei Ersatztorhüter, drei Spieler aus der Reserve sowie der zuletzt im Februar 2016 in der Fußball-Bundesliga eingesetzte Belgier Ismail Azzaoui Platz...

Doch die unsortiert wirkende Anfangsphase verflüchtigte sich genauso wie (zwischenzeitlich) der Dauerregen, der diesen Sonntag bis dahin in totale Tristesse gehüllt hatte. Dennoch bedurfte es einer Einzelaktion, um die Geschicke in die richtige Richtung zu lenken: Ein ansatzloser Linksschuss von Josip Brekalo fand über glückliche Umwege (die Hände von 05-Keeper Robin Zentner und den Pfosten) den Weg in die Maschen (21.). Und auch der zweite Slapstick-Treffer von Renato Steffen unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff war mit mächtig Dusel und Mainzer Mithilfe verbunden.

Nach Toren also 2:0 für die Grün-Weißen. Die Zahl der Torschüsse (4:9) und Eckbälle (2:9) allerdings verdeutlichten, dass nicht alles Gold war, was zur Pause glänzte. Das Spiel der Wölfe wirkte etwas zähflüssig. Aber: Die Wolfsburger Effektivität stimmte.

Umso mehr, als Yannick Gerhardt den ersten Angriff in Hälfte zwei mit dem 3:0 abschloss (49.). Fortan flutschte es. Die einzige kalte Dusche gab’s von oben weil Petrus doch wieder gewaltig die Schleusen öffnete und eine Regenschlacht einläutete.

Nachdem Brekalo und Wout Weghorst gute Möglichkeiten verzogen hatten, wurde es alsbald noch bitterer für die eigentlich Frohnaturen aus der Karnevals-Hochburg. Denn Renato Steffen setzte zu einem Traumsolo an und schnürte den Doppelpack an diesem Abend (68.).

Gleichzeitig der Schlusspunkt eines gelungenen Zwischenstücks der Europa League-Duelle mit Malmö FF. Glasner resümierte zufrieden: „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Dann hat man gesehen, dass die Mannschaft Selbstvertrauen getankt nd große Spielfreude ausgestrahlt hat.“

VON INGO BARRENSCHEEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare