2006 Makiadi – 2007 Lamprecht – 2011...?

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Zwei mögliche Erben von Cedrick Makiadi und Christopher Lamprecht: Mario Mandzukic (l.) und Diego können mit einem Sieg morgen gegen Kaiserslautern zu Wolfsburger Nichtabstiegs-Helden werden.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. 2006 Cedrick Makiadi, 2007 Christopher Lamprecht – 2011 ...? Wer wird dieses Mal der Retter des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg? Freiwillige vor, sagt Trainer Felix Magath vor dem womöglich entscheidenden Abstiegs-Endspiel am morgigen Sonnabend (15.30 Uhr) daheim gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Wieder Lautern, wieder ist es Zeit für Heldentum. Rückblende zum Mai 2006: Am 34. Spieltag empfangen die Wölfe die Pfälzer, benötigen ein Unentschieden zum Nichtabstieg – Makiadi macht sich mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 (Endstand 2:2) unsterblich bei den VfL-Fans. Ein Jahr später fast das gleiche Szenario, dieses Mal bewahrt Lamprecht Wolfsburg in Aachen vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit. „Da aller guten Dinge drei sind, werden wir auch dieses Jahr den Abstieg vermeiden“, greift Coach Felix Magath die Historien-Linie auf. Doch wer wird dieses Mal zur Wolfsburger Titelfigur? Magath nimmt alle in die Pflicht, den Anti-Abstiegs-Ahnen nachzueifern. „Sie können sich gerne an ihnen orientieren und zu neuen Helden werden.“

Im Gegensatz zur Vorlage 2006 ist es aus VfL-Sicht kein Alles-oder-nichts-Spiel, weil eben nicht der finale Spieltag. Hoffenheim ist in der Hinterhand. Doch die Grün-Weißen können und wollen schon morgen alles klar machen. Ein Sieg gegen den praktisch geretteten FCK und nicht mehr als ein Remis des Tabellen-16. Eintracht Frankfurt gegen Köln – und Wolfsburg bleibt drin! Doch die Ereignisse aus den anderen Stadien blendet Magath aus und verlangt dies auch von seinen Spielern. „Wir müssen uns bis zum letzten Tag mit dem Abstiegskampf befassen, können aber die anderen Spiele nicht beeinflussen. Erst nach dem Abpfiff gegen Kaiserslautern werden wir wissen, wo wir stehen und können und dann orientieren, was noch im letzten Spiel zu tun ist.“

Voller Fokus auf Lautern also. Zumindest was die eigenen Hausaufgaben angeht, ist Wolfsburgs Messias zuversichtlich. Dank der zwei jüngsten Erfolgserlebnisse und der Trainingseindrücke. „Die Jungs sind sicherer geworden, die Form ansteigend“, stellte Magath fest. Und hob im gleichen Atemzug den Zeigefinger. „Dennoch brauchen wir gegen Lautern noch einmal eine Top-Leistung.“ Gerade auswärts überzeugten die Roten Teufel zuletzt. Magath: „Doch wenn wir einen weiteren, großen Schritt machen wollen, müssen wir die Partie erfolgreich bestreiten.“ Vielleicht ist es auch schon der entscheidende Schritt in die Fußstapfen von Makiadi und Lamprecht...

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