Fußball – Bundesliga: Gomez sorgt mit goldenem Tor für Big Points im Abstiegskampf und Revanche gegen RB Leipzig

1:0! Wölfe drehen den (Stresstest)-Spieß um

Wer jagt hier wen!? Der VfL Wolfsburg (r. Yunus Malli) drehte gegen die sonst so temporeichen Leipziger (Benno Schmitz, Dominik Kaiser) den Spieß um und landete einen 1:0-Erfolg.
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Wer jagt hier wen!? Der VfL Wolfsburg (r. Yunus Malli) drehte gegen die sonst so temporeichen Leipziger (Benno Schmitz, Dominik Kaiser) den Spieß um und landete einen 1:0-Erfolg.

ib/dpa Leipzig. Wie du mir, so ich dir. . . Der VfL Wolfsburg hat am Sonnabend in der Fußball-Bundesliga mit einem Spiegelbild-Ergebnis Revanche gegen RB Leipzig genommen und den starken Aufsteiger beim 1:0 (1:0)-Triumph dank des goldenen Tores von Mario Gomez mit dessen eigenen Waffen geschlagen.

Eigentlich hatten die Roten Bullen einen Stresstest für die abstiegsbedrohten Wölfe angekündigt – das genaue Gegenteil trat ein!.

Denn nicht etwa der Champions League-Aspirant, sondern die Mannschaft von Feuerwehrmann Andries Jonker entfachte von Beginn an Brandherde in der mit 42 558 Zuschauern ausverkauften Red Bull Arena. Der Uhrzeiger hatte sich noch nicht zweimal um die eigene Achse gedreht, da ließ Yannick Gerhardt bereits den ersten Torschuss vom Stapel. Sein Versuch aus 13 Metern war allerdings noch zu schwach. Gomez indes brachte Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi in der 6. Minute schon etwas mehr in Bedrängnis.

Bilderbuchmäßig dann der Angriff des Tages: In feinster RB-Manier spielte Yunus Malli temporeich einen genialen Pass in die Spitze zu Daniel Didavi, ein Querpass und Gomez tat das, wofür er bezahlt wird – in Torjäger-Manier vollenden (9.). Der achte Saisontreffer des Nationalspielers, wohl gemerkt aber der erste in diesem Jahr aus dem Spiel heraus!

Beim vorangegangenen 1:1 in Mainz hatte Gomez noch per Kopfball nach einer Ecke getroffen. Ebenfalls zu einem frühen Zeitpunkt. Doch anders als eine Woche zuvor hielten die Wolfsburger den knappen Vorsprung mit einer taktisch tadellosen Vorstellung. „Wir wussten bis ins Detail, wie Leipzig spielt“, sagte Matchwinner Gomez. Leipzigs Hilflosigkeit hielt an, weil die Gäste dem Überflieger mit ihrer aggressiven Spielweise komplett aus dem Rhythmus brachten. „Es ist brutal hart, wie die in die Sache gehen“, schimpfte der gelbgesperrte RB-Verteidiger Stefan Ilsanker in der Halbzeitpause in Richtung Grün-Weiß – und Referee Benjamin Brand: „Der Schiri trägt seinen Teil dazu bei.“

Letztlich mussten sich die Sachsen aber an die eigene Nase fassen. Nur ein Schuss aufs Tor in der ersten Halbzeit von Leipzig, viel mehr war da nicht. Den flatternden Diego-Demme-Versuch (15.) wehrte Diego Benaglios Stellvertreter Koen Casteels nicht ganz überzeugend ab.

Ralph Hasenhüttl reagierte, wechselte zur Pause Kapitän Dominik Kaiser aus, brachte in Federico Palacios einen weiteren Angreifer und stellte auf drei Mittelfeldspieler und drei Stürmer um. Es zeigte etwas Wirkung: In der 49. Minute verpasste Leipzigs Top-Torjäger Timo Werner allerdings den Ausgleich, jagte den Ball weit übers Gehäuse. Auf der Gegenseite rettete bei einer spektakulären Haare-raufen-Szene gleich zweimal der Pfosten bei Aktionen von Malli und Gomez (53.) für RB.

Die Leipziger Tempo-Schönspieler versuchten es nun mit allen Mitteln. Als Wolfsburgs Robin Knoche den Ball an den Unterarm bekam, reklamierten sie vergeblich Handelfmeter. Danach kam Marcel Sabitzer (75.) frei zum Schuss; die letzte Gelegenheit. „Es war einfach nicht so unser Spiel heute“, klagte Demme.

Der VfL hat sich damit auf 26 Punkte verbessert. Etwas Luft im Abstiegskampf.

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