0:2-Pleite für schlappe Wölfe

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Nach dem knallharten Training waren die Wölfe im Testspiel gegen Sønderjysk Elitesport (0:2) müde. Keeper Diego Benaglio (2. v. r.) muss wegen einer Bronchitis pausieren.

am Sønderborg. Bleibeine nach beinhartem Program: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat ein Testspiel beim dänischen Erstligisten Sønderjysk Elitesport mit 0:2 (0:1) verloren.

Felix Magath war nach der Niederlage enttäuscht, aber nicht überrascht. „Es gibt einiges, das mir nicht gefallen hat. Aber für diesen Termin und auch angesichts des Zeitpunktes der Vorbereitung konnte man auch nicht viel mehr erwarten“, sagte der VfL-Coach, der keine Rücksicht auf die Profis nimmt und ein knallhartes Vorbereitungsprogramm im Trainingslager in Oeversee durchzieht. Trotz der Partie am Mittwochabend absolvierten die Profis zuvor zwei Ausdauer-Einheiten. „Insofern bin ich nicht überrascht“, so Magath nach dem 0:2 (42., 68.). „Man hat gesehen, dass wir noch keine eingespielte Mannschaft sind, diesbezüglich haben wir noch einiges in den kommenden Wochen zu entwickeln.“

Der Trainer setzte im dritten Testspiel insgesamt 22 Spieler ein. Vier von ihnen hinterließen trotzdem einen starken Eindruck. „Positiv sind mir aufgefallen Mario Mandzukic, Srdjan Lakic und in der zweiten Halbzeit Makoto Hasebe sowie Koo Ja-Cheol, der im Sturm eine gute Rolle gespielt hat“, lobte Magath, der neben dem für den Spielbetrieb suspendierten Diego auch auf Torhüter Diego Benaglio und Mittelfeldspieler Tuncay Sanli verzichten musste. Benaglio fällt vorerst mit einer Bronchitis aus, Tuncay klagte am Mittwoch über muskuläre Probleme.

Zwar steigerten sich die Wölfe nach der Pause, „wo es nicht so schlecht lief“ (Patrick Ochs). Allerdings fehlte die Präzision beim Torabschluss. „Wir hatten schon zwei Trainingseinheiten in den Beinen, das hat man gemerkt“, meinte Ochs. Der Neuzugang aus Frankfurt könnte bald ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Kollegen feiern.

Nach einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ soll der VfL vier Millionen Euro für Eintracht-Verteidiger Marco Russ bieten. Frankfurts neuer Trainer Armin Veh scheint nicht, um den Abwehrspieler zu kämpfen. „Wenn Marco geht, müssen wir eben einen Neuen mehr holen.“

Auch in Sachen Christian Träsch (VfB Stuttgart) kommen die Wolfsburger voran. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic handelte sich bei dem Nationalspieler eine erneute Absage ein. Träsch will nicht bei den Schwaben verlängern. Bobic hat resigniert und die Bereitschaft signalisiert, „ab einem gewissen Betrag“ den Spieler ziehen zu lassen.

VfL: 1. Halbzeit: Lenz – Schulze, Kjaer, Thoelke, Schäfer – Polak – Cigerci, Dejagah – Kahlenberg – Scheidhauer, Mandzukic.

VfL: 2. Halbzeit: Hitz – Pekarik, Riether, Madlung, Hartherz – Josué – Ochs, Hasebe – Helmes – Koo, Lakic. Tore: 0:1 Paulsen (42.), 0:2 Fabricius (69.).

Tore: 0:1 Paulsen (42.), 0:2 Fabricius (69.).

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