Fußball-Bezirksliga: SV Emmendorf erwartet Suderburger „Brocken“ auf dem Weg zur Meisterschaft

Der zweite Matchball muss sitzen

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Einer gegen alle: Der VfL Suderburg (Oliver Hedt) will am letzten Spieltag den SV Emmendorf vom Thron stürzen. Manuel Rötschke, Timo Würker, Till Marks, Benjamin Silbermann und Sven Grützmacher wollen das aber auf keinen Fall zulassen und den dritten Titel in Serie feiern.

am Suderburg. Es hätte ein entspannter Ausflug nach Suderburg werden können. Händeschütteln, Glückwünsche vom Gegner entgegennehmen und sich als Meister im letzten Saisonspiel präsentieren.

Doch dann patzte der SV Emmendorf unerwartet gegen Wendisch Evern und verpasste die vorzeitige Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga.

Am Sonnabend (17 Uhr) will und muss der SVE den zweiten Matchball beim VfL Suderburg nutzen. Im schlimmsten Fall könnte Emmendorf sogar von Platz eins auf Rang drei abrutschen. Der Vorsprung auf Bodenteich und Gellersen beträgt zwei bzw. drei Punkte. Eine ungewohnte Situation für die erfolgsverwöhnten SVE-Kicker, die am Vorsonntag die erst zweite Saisonniederlage kassierten. „Wir haben die erste Chance vergeben, jetzt kommt es drauf an. Man kann nur hoffen, dass das ein Ausrutscher war und wir jetzt wieder die Leistung bringen, die am Maximum dran ist“, fordert Trainer Till Marks. Er bleibt trotzdem entspannt. „Hätte uns vor der Saison jemand gesagt, dass wir vor dem letzten Spieltag mit zwei Punkten vorn liegen, hätten wir das angenommen.“ Nun aber müsse die Mannschaft wieder den Kampf annehmen. „Gegen Wendisch haben wir nicht kräftig genug gegengehalten.“ Trotzdem spricht weiter alles für Emmendorf. Die eingespielte und sehr erfahrene Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren kaum einmal aus der Ruhe bringen lassen, gewann in Bayern ähnlicher Manier in der laufenden Saison viele Spiele in der Schlussphase. Doch der Doppel-Meister rechnet mit hartnäckiger Gegenwehr. Marks: „Mit Suderburg kommt ein Brocken auf uns zu. Ich erwartete einen Gegner, der alles raushauen wird.“

Und genauso klingt es auch in Suderburg. „Natürlich ist man motiviert, wenn man den Ersten vom Thron stürzen kann. Ich würde lügen, wenn das nicht so wäre. Aber das hat nichts mit Emmendorf zu tun“, erzählt VfL-Trainer Michael Leue, für den die Partie nach einem halben Jahr die letzte als Cheftrainer ist. Im Sommer übernimmt Jaroslav Detko. Leue will das gesteckte Ziel erreichen und den siebten Platz halten. Doch der Druck liege bei Emmendorf. „Die wollen Meister werden und müssen uns schlagen. Für uns ist es ein ganz normales Spiel, wenn man davon bei dieser Konstellation überhaupt sprechen kann.“ Fehlen wird Nico Schab, ein Fragezeichen steht hinter Manuel Wielandt. Bei den Gästen ist der Einsatz von Kapitän Benjamin Silbermann offen, der gegen Wendisch Evern aufgrund diverser Gesichtsverletzungen pausierte. Titel hin oder her. Marks will kein Risiko eingehen. „Wir haben da auch eine Verantwortung gegenüber dem Spieler.“

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