2. Kreisklasse: Lehmke, Wriedel, Oldenstadt unter Druck

Zwei Kellergipfel

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Philipp Hüls (links) und der FC Oldenstadt II treffen im Abstiegskrimi auf den TSV Lehmke (mit Sebastian Steube) und können den Kontrahenten mit einem Sieg überholen.

Uelzen/Landkreis. Der MTV Barum II benötigt in der 2. Fußball-Kreisklasse schon einen ganz starken Tag, um Spitzenreiter TSV Lüder auf das Kreuz zu legen.

Im Keller könnte der FC Oldenstadt II angesichts zweier Spiele gegen Teams aus der tabellarischen Nachbarschaft über Ostern mächtig Boden gutmachen, hat aber erhebliche personelle Sorgen. Der MTV Himbergen freut sich derweil über jeweils einen Ostergast und Debütanten.

MTV Barum II - TSV Lüder (Sa., 14 Uhr)

Einen bitteren Rückschlag auf dem Weg in höhere Gefilde erlebten die Barumer beim 3:4 gegen Eddelstorf. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir zwar phasenweise richtig gut gespielt haben, aber zu oft nicht konzentriert genug bei der Sache waren“, monierte Trainer Jörn Lehmann. Er sieht die Stärken des Gegners in der Offensive (schon 67 Tore), hofft auf gute Antworten seiner Elf. „Wir sind gewarnt und werden uns darauf einstellen.“

Lüder festigte mit dem verdienten Sieg beim SC Kirch-/Westerweyhe die Spitzenposition. Trainer Thorsten Lück sieht dennoch Verbesserungsbedarf: „Wenn wir unsere Chancen konsequenter nutzen und hinten mal wieder die Null steht, wäre ich zufrieden.“ Aygen Karamac steht zur Zeit beruflich bedingt nicht zur Verfügung.

MTV Himbergen - TSV Wriedel II (Sa., 16 Uhr)

Beim 1:1 in Ostedt zeigten die Wriedeler ein weiteres Mal, dass sie gegen Topteams bestehen können, holten dabei erneut einen Rückstand auf. „Trainingsbeteiligung, Moral – beides top!“, freut sich TSV-Trainer Stefan Cordes. Die Aufwärtstendenz ist auch dem Gegner nicht entgangen. „Wir bereiten uns auf eine enge Kiste vor“, meint Himbergens Trainer Felix Quittenbaum. Der freut sich auf das Gastspiel von „Osterurlauber“ Lukas Burmester und das Debüt von Neuzugang Marcel Preller (kam aus Berlin).

SV Hohnstorf - SV Jelmstorf (Sa., 16 Uhr)

Über weite Strecken hielt Schlusslicht Hohnstorf gegen Himbergen gut mit, ging erst in der Schlussphase noch ein (2:5). Für Spieler Bernd Reinke gilt es, gegen Jelmstorf an die guten Phasen anzuschließen. Das wird allerdings ohne Abwehrchef Dominik Ignee passieren müssen, der sich gegen Himbergen eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat. Die Jelmstorfer (9.) stoppten ihren Abwärtstrend mit dem Sieg in Oldenstadt. Trainer Markus Baldig warnt vor voreiliger Zufriedenheit und fordert Konzentration: „Nur weil man einmal gewonnen hat, bekommt man nichts in den Schoss gelegt.“

TSV Lehmke - FC Oldenstadt II (Sa., 16 Uhr)

Nein, es läuft einfach nicht bei den Oldenstädtern! Nun fällt noch Torwart und Stütze Marc-Olaf Albers länger verletzt aus. „Den können wir nicht adäquat ersetzen“, stöhnt Trainer Jamie Booth. Nicht nur Albers fehlt in Lehmke, weitere Akteure sind verletzt oder befinden sich im Osterurlaub. Schlechte Voraussetzungen also vor dem Kellerduell in Lehmke, wenigstens die Stimmung sei noch in Ordnung, so Booth.

Die Lehmker verloren zuletzt fünfmal in Folge, spielten dabei aber ausnahmslos gegen Topteams. Betreuer Arne Scheele hofft auf ein Ende der Durststrecke, sieht ein völlig offenes Spiel und rätselt über die FCO-Besetzung: „Bei Oldenstadt weiß man ja immer nicht, woran man ist!“

FC Oldenstadt II - Wriedel II (Mo., 12.30 Uhr)

Für Wriedels Trainer Stefan Cordes ist der Ausgang des Kellerduells „nicht einschätzbar“, er wundert sich über das bisher schwache Abschneiden der Oldenstädter. Cordes will dennoch punkten, schließlich hat er für das Osterwochenende vier Punkte als Ziel ausgegeben. Nicht mehr dabei ist Malte Koziburski, der zukünftig dem Kader der ersten Mannschaft angehört. Die Oldenstädter hoffen auf eine bessere Besetzung als am Sonnabend. Coach Jamie Booth erwartet eine zweikampfstarke Wriedeler Mannschaft, „die aber auch Fußball spielen kann.“

TuS Ebstorf II - MTV Himbergen (Mo., 15 Uhr)

3:1 gegen Natendorf – der erste Auftritt der Ebstorfer nach der langen Pause konnte sich wirklich sehen lassen. Trainer Hendrik Schlechter erwartet mit Himbergen einen Gegner auf Augenhöhe, warnt aber vor der MTV-Offensive, die man in den Griff bekommen müsse. Im Hinspiel gelang dieses überhaupt nicht, der TuS ging mit 3:7 unter. Nils Lankau und Jan Ewert stehen nicht zur Verfügung. Der Gast reist mit Respekt an. „In Ebstorf muss schon alles stimmen, da wird sich zeigen, wo unsere Reise hingeht“, misst Trainer Felix Quittenbaum der Partie sogar richtungsweisenden Charakter bei.

SV Jelmstorf - SV Natendorf (Mo., 15 Uhr)

Der SV Natendorf ist holprig aus der Pause gekommen. Aus drei Spielen gab es nur einen Sieg. Im Titel-Zweikampf mit dem TSV Lüder steht der SVN nun unter Druck, braucht nach Möglichkeit einen Sieg in Jelmstorf. Für Trainer Philip Ziggert kein Selbstgänger: „Es wird ein schwieriges Spiel, da Jelmstorf mit breiter Brust auftreten wird.“ Ziggert fordert von seiner Elf über die 90 Minuten eine Leistungssteigerung gegenüber den letzten Auftritten. Die Jelmstorfer erinnern sich nur ungern an das Hinspiel, als sie 0:4 untergingen. Trainer Markus Baldig hat für das Osterwochenende vier Punkte als Ziel ausgegeben, somit ist im Derby mindestens ein Zähler eingeplant.

Von Immo de la Porte

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