Zwei Haudegen, ein Eishockey-Crack

Hartmut Jäkel, Ebstorf
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Hartmut Jäkel, Ebstorf
  • Bernd Klingebiel
    vonBernd Klingebiel
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Im Rennen um den Vorsitz im Fußballkreis Heide-Wendland bahnt sich ein Wettrennen an. Interesse an der Nachfolge des zurückgetretenen Christian Röhling bekunden außer dem kommissarischen Vorsitzenden Hartmut Jäkel (Ebstorf) auch Thomas Behnken (Lüchow-Grabow) und der Lüneburger Peter Hofmann.

Uelzen/Landkreis – Röhling vollzog im letzten November seinen lange angekündigten Rücktritt vom Chefposten im flächenmäßig größten Fußballkreis Niedersachsens. Er bewirbt sich um den Vorsitz im Fußballbezirk Lüneburg, der auf einer virtuellen Zusammenkunft am 22. Januar von Vereinsdelegierten neu besetzt werden soll.

Der Boizenburger hatte die Fusion der Fußballkreise Uelzen, Lüneburg, und Lüchow-Dannenberg über Jahre entscheidend mit vorangetrieben. Röhling wurde im Juni 2018 im Bad Bevenser Kurhaus zum Vorsitzenden des neuen Heide-Wendland-Kreises gewählt. Jäkel und Behnken bildeten gemeinsam mit Geschäftsführer Herbert Franz (Lüchow) das Stellvertreter-Trio.

Nach Röhlings Rückzug übernahm Jäkel kommissarisch die Leitung des Kreisverbandes. „Natürlich habe ich Interesse am Posten des 1. Vorsitzenden“, erklärt der Ebstorfer gegenüber der AZ. Der pensionierte Polizeibeamte und langjährige Teambetreuer beim TuS Ebstorf kann auf eine ausgeprägte Funktionärskarriere in verschiedenen Funktionen zurückblicken.

Fiasko wie in Bad Bevensen verhindern

Zu einer Kampfabstimmung inklusive Schlammschlacht, wie bei den vier erforderlich gewordenen Wahlrunden für die drei Stellvertreter auf der Gründungsversammlung, soll es bei der Vorstandswahl im Sommer auf keinen Fall kommen, betont Jäkel. Er kündigt interne Gespräche unter den Bewerbern an und vertraut auf eine gütliche Einigung: „Vom Vorstand wird dann nur ein Kandidat benannt werden.“

Neu im Kreis der Interessenten um die gestandenen Funktionäre Jäkel (62) und Behnken (55) ist mit Peter Hofmann ein vergleichsweise junger Quereinsteiger. Der 46-Jährige gilt in Lüneburg als Eishockey-Legende. Der gebürtige Brandenburger und DDR-Juniorennationalspieler absolvierte 18 Spielzeiten für den Adendorfer EC. Im Trikot der ESG Weißwasser/Chemnitz spielte Hofmann ein Jahr in der DEL.

Sein Arbeitskollege Christian Röhling begeisterte ihn seinerzeit für eine Verbandsmitarbeit in der Förderung und Ausbildung von Jugendfußballern und Trainern. Aktuell ist Hofmann als Vorsitzender des Kreisausschusses für Qualifizierung und Kurzschulungen im erweiterten Vorstand des Fußballkreises aktiv.

Thomas Behnken ist Polizeibeamter. In seinem Heimatverein war er fast zwei Jahrzehnte im Vorstand aktiv, davon neun Jahre als Vorsitzender. Der 55-Jährige war zuletzt zudem stellvertretender Vorsitzender des ehemaligen Fußballkreises Lüchow-Dannenberg und mehr als 20 Jahre in Kreis- und Bezirkssportgericht tätig. Auch Behnken möchte vorab klare Verhältnisse schaffen: „Wir werden gemeinsam ausloten, wer der Vorstandskandidat sein wird.“

Der Kreisfußballtag mit der Wahl des neuen Vorsitzenden soll Ende Juni oder Anfang Juli in Lüneburg stattfinden. Eine Personalie dafür steht bereits fest: Klaus-Dieter Arndt (Adendorf) will seinen Posten als Vorsitzender des Jugendausschusses abgeben.

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