Benjamin Bormann: Seine Routine soll den Ebstorf Heide Knights im Topspiel der Basketball-Regionalliga helfen

„Zocken ist nichts für mich“

Ans Aufhören denkt Benjamin Bormann nicht: „Die jungen Spieler sind flott. Aber noch geht‘s.“ Der 37-Jährige ist mit den Ebstorf Heide Knights auf dem Sprung zum ultimativen Topspiel der 2. Basketball-Regionalliga bei Spitzenreiter TSG Bergedorf. Foto: Marud
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Ans Aufhören denkt Benjamin Bormann nicht: „Die jungen Spieler sind flott. Aber noch geht‘s.“ Der 37-Jährige ist mit den Ebstorf Heide Knights auf dem Sprung zum ultimativen Topspiel der 2. Basketball-Regionalliga bei Spitzenreiter TSG Bergedorf.
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Ebstorf/Lüneburg. Er ist der älteste Spieler der Ebstorf Heide Knights. Ans Aufhören denkt Benjamin Bormann aber noch lange nicht. „Dafür spiele ich viel zu gerne Basketball“, erzählt der 37-Jährige.

Seine Erfahrung soll sich nun auch im Spitzenspiel am Sonnabend beim Tabellenführer TSG Bergedorf auszahlen.

Bormann ist bereit für das Spiel der Spiele in der 2. Regionalliga. Nach neun Siegen in Folge will der Verfolger und Tabellenzweite die Gunst der Stunde ergreifen. „Diese Chance haben wir uns erarbeitet, und die wollen wir nutzen“.

Seit dieser Saison spielt der sympathische Routinier für die Heide Knights, nachdem er in der Vorsaison in Diensten des Team Heide noch gegen die Ritter gespielt hatte, bevor aus den beiden eine Mannschaft wurde. Die sportliche Rivalität dieser Klubs kennt er deshalb eher vom Hörensagen. Denn Bormanns Basketball-Vergangenheit im Landkreis Uelzen ist kurz. Nur zwei Jahre.

Damals zog er aus dem westfälischen Velbert (zwischen Essen und Wuppertal) nach Lüneburg, wo die Familie seiner Frau wohnt. „Kurz vor der Geburt unseres zweiten Kindes haben wir unsere Sachen gepackt und sind hierher gekommen, weil uns Lüneburg sehr gefallen hatte.“ In seiner alten Heimat spielte er für den Oberligisten Kultsport Wuppertal. Sportliche Anpassungsprobleme nach dem Umzug gab es nicht. Im Ländervergleich hält Bormann die nordrhein-westfälische Oberliga für stärker als die niedersächsische. „So manch ein Team könnte hier in der 2. Regionalliga spielen.“

Über die Cousinen kam vor der Saison 2015/16 der Kontakt zum Team Heide zustande. Als ein Jahr später der Zusammenschluss mit Ebstorf im Raum stand, mischte sich Bormann nicht ein. „Ich hatte mich rausgehalten, weil ich hier nicht diese Historie hatte.“ Ans vorzeitige Karriereende dachte er trotz der nun längeren Anfahrten zum Training und zu den Spielen aber nicht. „Einfach zocken ist nicht meins. Ich brauche den Wettbewerb.“ Kann er haben. Denn mehr Wettbewerb als am Sonnabend zwischen den besten beiden Teams der Liga geht nun wahrlich nicht.

Bei vier Punkten Rückstand muss Ebstorf unbedingt gewinnen, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Am besten mit zwölf Punkten Differenz, da bei Punktgleichheit am Saisonende der direkte Vergleich entscheidet und die Ritter das Hinspiel mit elf Punkten Unterschied verloren (80:91). „Ich denke nicht an die zwölf Punkte. Das wäre vermessen. Erstmal wollen wir überhaupt gewinnen.“

Die Chancen im Rückspiel stehen wesentlich besser. „Unser Saisonstart entsprach nicht unserem wahren Leistungsvermögen. Jetzt sind wir zwei, drei Schritte weiter“, meint Bormann, der mit seiner Erfahrung helfen soll. So wie im Training, in dem er den jungen Spielern schon mal Tipps gibt. „Man hat halt ein paar Jahre mehr auf dem Buckel.“ Das aber wirkt sich auf die Fitness aus. Bormann muss sich vorsehen. „Die jungen Spieler sind flott. Aber noch geht‘s. Ansonsten würde ich aufhören.“

Von Arek Marud

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