Fußball – Bezirksliga: Bisheriger Assistent wird neuer Cheftrainer des MTV Barum

Zimmermann will ranklotzen

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Schaut zukünftig noch genauer hin: Barums bisheriger Co-Trainer Philipp Zimmermann (links) wird nach zweijähriger Tätigkeit als Assistent der Nachfolger von Andreas Lindenau, der sich zur Ruhe setzt. 

Barum. Sie haben sich sehr viel Zeit gelassen. Nun ist die Trainersuche beim MTV Barum beendet. Der bisherige Assistent Philipp Zimmermann wird neuer Coach des Fußball-Bezirksligisten und damit Nachfolger von Andreas Lindemann, der aufhört.

Damit endet eine mehrmonatige Suche nach einer optimalen Lösung, wie der MTV-Vorsitzende Torsten Lehmann gegenüber der AZ erklärt. „Gemeinsam mit Philipp haben wir verschiedene Trainerkonzepte definiert und uns auf die Suche nach geeigneten Kandidaten zu seiner Unterstützung begeben. Philipp ist ein guter Trainer und hat die B-Lizenz – aber er ist im Landkreis noch nicht so bekannt. Das wiederum erschwert die Arbeit bei der Spielerakquise.“

Somit sei es der Wunsch des Vereins gewesen, Zimmermann einen „namhaften“ Trainerkollegen zur Seite zu stellen. Parallel streckte der MTV aber auch die Fühler in Sachen Co-Trainer aus, immer im ständigen Austausch mit Zimmermann. „Trotz der nun rund viermonatigen Suche konnten wir keinen zusätzlichen Trainer mit den gewünschten Profilen verpflichten.“ Zimmermann wird also neuer Chefcoach. „Für den Außenstehenden mag es so aussehen, als ob diese Entscheidung ein Schritt mangelnder Alternativen ist, für uns ist es der Vollzug eines Schrittes, den wir gemeinsam mit Philipp im Vorfeld so besprochen hatten“, will Lehmann nichts von einer Notlösung wissen. Trotzdem sucht der Verein weiterhin einen Assistenten und favorisiert die Lösung eines spielenden Co-Trainers als verlängerter Arm Zimmermanns. Auch einen eher im Hintergrund agierenden „alten Hasen“ könne sich der Verein vorstellen.

„Ich freue mich, dass mir der Verein die Möglichkeit gibt“, erklärt Zimmermann, der kein Problem damit gehabt hätte, weiter als Assistent zu arbeiten. Er kündigt „ein paar Veränderungen“ an, will viel im taktischen Bereich arbeiten und bevorzugt die offensive Spielweise. Sich selbst bezeichnet der 34-Jährige als perfektionistisch und strukturiert arbeitender Trainer. Der Sportwissenschaftler und Sportlehrer bei der Bundeswehr legt großen Wert auf Fitness und Harmonie. „Die Mannschaft kann sich darauf gefasst machen, dass wir in der Vorbereitung ranklotzen werden.“ Die zwei Jahre unter Lindenau haben ihn nach vorne gebracht. „Vor allem im motivatorischen Bereich.“

Bis zum 22. Lebensjahr spielte Zimmermann in der Bezirksliga, legte dann eine sechsjährige, studienbedingte Pause ein und hörte mit 28 nach einem Achillessehnenriss auf. Verzichten muss er in Zukunft auf Kai Schwichtenberg (MTV Römstedt), Ulf Nerlich (Karriereende) und Waldemar Braun, den er aber noch zum Weitermachen überreden möchte. Dafür kommen Daniel Lindenau (FC Oldenstadt), Sebastian Schoß, Marc Jasper (beide SV Hanstedt) sowie Matteo Boscatto plus ein weiterer noch nicht bekannt gegebener Spieler. Zimmermann ist zufrieden: „Der Verein hat gut gearbeitet.“

Von Arek Marud

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