Ebstorfs Jan-Lukas Vilette und Jonas Homa sind die Gewinner des verlorenen Spiels

Youngster bieten Halbprofis die Stirn

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Häufig mittendrin statt nur dabei: Jan-Lukas Vilette (Mitte) zeigte ein starkes Spiel. Gemeinsam mit Andreas Wendler schaut er hier zu, wie Tim Skoeries zum Alba-Korb hochsteigt.

Ebstorf. Die nächsten Minuspunkte fürs Team, einige Pluspunkte für zwei Youngster. Jan-Lukas Vilette und Jonas Homa waren die Gewinner des verlorenen Heimspiels (68:84) der Ebstorf Heide Knights am Samstagabend gegen die Basketball-Talentschmiede von Alba Berlin.

„Ein 5000-Einwohner-Dorf hat mit einem der besten Basketball-Nachwuchsprogramme Deutschlands mitgehalten“, resümierte der zufriedene Ebstorfer Spielertrainer Leo Niebuhr trotz der 20. Saisonniederlage des Tabellenletzten, der sich jedoch von all den sportlichen Rückschlägen am Sonnabend nicht beeinflussen ließ. Herz und Leidenschaft – Niebuhrs Lieblingsvokabeln – waren von Beginn an spürbar, obwohl die Gastgeber schnell mit 2:14 in Rückstand gerieten.

Basketball: Heide Knights gegen den Alba-Nachwuchs

Ebstorfs Nachwuchsspieler Jan-Lukas Vilette und Jonas Homa bewiesen, dass die Ebstorfer Nachwuchsarbeit fruchtet. „Dafür möchte ich allen Nachwuchstrainern bei uns danken“, kann sich Niebuhr auf den Unterbau verlassen. Homa spielte nicht nur wegen seiner acht Rebounds überragend. Vilette entfaltete einen „unglaublichen Zug“ (Niebuhr) zum Korb. „Und das gegen Halbprofis, die jeden Tag trainieren und irgendwann einmal in der Bundesliga spielen wollen“, verdeutlichte der Knights-Coach den Unterschied.

Trotzdem gelang es dem Tabellenschlusslicht nicht, auch nur einmal in Führung zu gehen. Nachdem der Rückstand zunächst auf drei Punkte schmolz (15:18), lag er danach meist im Bereich von acht bis zehn Zählern. Nur das letzte Viertel schmeckte Niebuhr nicht. „Ich weiß nicht, was da los war. Als hätte jemand den Stecker gezogen.“ Berlin zog von 68:57 auf 78:60 davon. „Die Jungs können trotzdem stolz auf die Leistung sein. Drei Viertel lang haben wir sehr viel Herz gezeigt.“

Von Arek Marud

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