Kritik, Fehler, Druck: Teutonia Uelzens Ex-Trainer spricht Klartext

Xhafolli nach Entlassung im AZ-Interview: „Man kann es den Leuten nie recht machen“

Uelzen. 160 Tage lang war Qendrim Xhafolli Trainer von Fußball-Oberligist Teutonia Uelzen. Als jüngster Oberliga-Coach trat der jetzt 28-Jährige am 1. Juli seinen Posten mit großen Erwartungen an. In 16 Punktspielen aber blieb er ohne Sieg bei 16:57 Toren.

Xhafolli sammelte mit seinem Team nur zwei Zähler.

Nur zwei Mal konnte Trainer Qendrim Xhafolli im Siegerkreis der Mannschaft stehen; im Landespokal feierten die Uelzener zu Saisonbeginn zwei Erfolge, in der Oberliga gab es in 16 Partien keinen Sieg.

Nach einer 1:5-Niederlage bei Mitaufsteiger Heeslinger SC entließ Teutonia ihren erfolglosen Trainer am 7. Dezember. Der Verein beförderte den bisherigen Assistenten Michael Zerr bis zum Saisonende zum Nachfolger. Dann wird Benjamin Zasendorf übernehmen, der zurzeit mit der Reserve in der Kreisliga auf Titelkurs liegt. Im AZ-Interview spricht Qendrim Xhafolli sieben Wochen nach seiner Entlassung erstmals öffentlich über seine Zeit bei Teutonia, über die Gründe der sportlichen Talfahrt, über Kritik und seine eigene sportliche Zukunft.

AZ: Herr Xhafolli, welche Gedanken gingen Ihnen in den ersten Tagen nach der Entlassung durch den Kopf?

Qendrim Xhafolli: Mir blieb nicht viel Zeit, um groß darüber nachzudenken, da ich am nächsten Tag eine Operation hatte und mit meinen Gedanken eher da war. Das kam dann im Nachhinein. Es war sehr schade, da ich sehr viel Energie investiert habe. Letztendlich muss ich aber sagen, dem Verein blieb, aufgrund der Ergebnisse, keine andere Option.

Was macht man als Trainer als erstes in so einer Situation?

Ich hatte an dem Abend ein langes Gespräch mit Markus Börngen (Teammanager, die Redaktion) und danach mit meinem Bruder, sodass ich mich gut aussprechen konnte. Das hat mir in dieser nicht einfachen Situation sehr geholfen. Es war eine äußerst intensive und lehrreiche Zeit für mich. Der Abschied fiel nicht leicht, insbesondere auch deswegen nicht, weil mir die Mannschaft noch immer viel bedeutet.

Hat Sie die Entscheidung überrascht, oder waren Sie darauf vorbereitet?

Ich war nicht komplett überrascht, da ich im ständigen Austausch mit Markus Börngen, Jens und Benjamin Zasendorf war. Es wurde immer offen über alles gesprochen, sodass ich immer auf dem neuesten Stand war. In jedem Gespräch ging es darum, die beste Entscheidung für den Verein zu treffen.

Gab es Momente oder Phasen, in denen Sie an einen Rücktritt gedacht haben – vielleicht auch, um einer drohenden Entlassung zuvorzukommen?

[...]

Von Bernd Klingebiel

Lesen Sie am Mittwoch das komplette Interview mit Xhafolli im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare