Wulf schockt Barum

Während Nicolai Bäsler und Waldemar Braun (von rechts) ihre Verträge beim MTV Barum verlängert haben, wechselt Torjäger Julian Wulf (Mitte) zum VfL Lüneburg. Den Wulf-Deal fädelte Barums früherer Coach und jetzige VfL-Trainer Philipp Zimmermann ein (links).
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Während Nicolai Bäsler und Waldemar Braun (von rechts) ihre Verträge beim MTV Barum verlängert haben, wechselt Torjäger Julian Wulf (Mitte) zum VfL Lüneburg. Den Wulf-Deal fädelte Barums früherer Coach und jetzige VfL-Trainer Philipp Zimmermann ein (links).

Barum/Lüneburg – Er hat in den letzten viereinhalb Jahren mehr als 70 Punktspieltore für den MTV Barum erzielt. Doch im Sommer ist Schluss. Torjäger Julian Wulf verlässt am Saisonende den Fußball-Bezirksligisten und wechselt zum Landesligisten VfL Lüneburg.

Mitten in der sportlichen Krise muss der MTV Barum nun auch noch einen personellen Nackenschlag verkraften.

Wulf ist nicht nur der beste Barumer Goalgetter, sondern auch einer der besten im ganzen Landkreis. 19 Tore hat der bullige Angreifer in der Hinrunde erzielt. Nur Malte Meyer (24) vom SV Eddelstorf ist erfolgreicher. Dieser Abgang tut uns sehr weh“, erklärt Spielertrainer Nicolai Bäsler. Ihn überrascht Wulfs Entscheidung wenig, hatte der Angreifer immer wieder Angebote anderer Vereine, entschied sich aber bisher stets für den Verbleib in Barum.

Ironie des Schicksals: Barums früherer Trainer und Bäslers Vorgänger Philipp Zimmermann, der den Landesligisten VfL Lüneburg seit Sommer trainiert, stellte den Kontakt her. Bäsler kann die Entscheidung nachvollziehen. „Er hat schon früher mit einem Vereinswechsel geliebäugelt. Das Potenzial dazu hat er. Und den Schritt hat er sich erarbeitet.“ 19 Tore sind auch deshalb so besonders, weil Wulf wiederholt fehlte oder angeschlagen spielte.

Barum verliert einen Ausnahmespieler, der laut Bäsler nicht „eins zu eins“ zu ersetzen sei. „Wir haben aber Zeit, uns darauf vorzubereiten. Wir werden das Offensivspiel auf breitere Schultern verlagern und andere Lösungen finden. Denn bisher war das Spiel auf Julian zugeschnitten, der auch von seinen Mitspielern profitiert hatte.“

VON AREK MARUD

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