Fußball-Kreisliga: Union Bevensen ein echter Gradmesser für den TSV / Molzener Derby gegen Oldenstadt

Wriedel weiter wie die Wirbelwinde?

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TuS Wieren (links Eric Sparmann und Marco Von-Dietman) hofft auf mehr Konstanz und einen Sieg gegen Emmendorf II.

Uelzen/Landkreis. Vierter Spieltag, vierter Tabellenführer in der Fußball-Kreisliga? Nicht ausgeschlossen! Denn der aktuelle Spitzenreiter TSV Wriedel hat mit der Union Bevensen einen dicken Brocken vor der Brust und einige Verfolger im Nacken.

Bereits am Sonnabend (17 Uhr) steigt das Derby zwischen dem SV Molzen und FC Oldenstadt, alle anderen Partien werden dann am kommenden Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

SV Molzen – FC Oldenstadt

Noch sieglos hängt der SV Molzen seit Saisonbeginn im Ligakeller fest, und das vor dem heiß erwarteten Derby gegen den Titelmitfavoriten aus Oldenstadt. Wenigstens zeigte sich die Molzener Defensivabteilung zuletzt sattelfest und spielte seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder zu null (torlos in Bad Bodenteich) – das macht zumindest Hoffnung auf eine Überraschung! Beim FCO glänzte zwar bisher auch noch nicht alles golden, dennoch reist er – natürlich – als Favorit über den Elbe-Seitenkanal. Mal sehen, ob er den Molzener Riegel knacken und den vielen Vorschusslorbeeren gerecht werden kann.

TSV Wriedel – U. Bevensen

Zwei Spiele, zwei Siege, 11:1 Tore – es läuft bei den Wriedelern! Besonders die flinke Offensivabteilung des TSV war weder von den Kirch.-/Westerweyhern (6:0) noch von den Hanstedtern (5:1) zu bändigen. Mit Union Bevensen erwartet den Spitzenreiter jetzt aber vermutlich ein größeres Kaliber und man darf dementsprechend gespannt sein, ob es weiterhin wie geschmiert weitergeht. Der berühmte Knoten platzte am Vorsonntag jedenfalls auch bei den Kurstädtern (5:2 gegen Bienenbüttel), die sich nach dieser Gala erneut viel vorgenommen haben.

Bienenbüttel – Ebstorf

Frust bei den Bienenbüttelern, der Stachel nach den jüngsten Pleiten gegen Hanstedt (2:3) und in Bad Bevensen (2:5) sitzt tief. Um den Saisonstart nicht vollends in den Sand zu setzen und – zumindest vorerst – im Niemandsland der Liga zu versinken, muss nun gegen den TuS Ebstorf unbedingt eine entsprechende Antwort her. Die Gäste aber reisen als Tabellenzweiter mit breiter Brust an und zeigten im Saisonverlauf – mit Ausnahme des aus ihrer Sicht unnötigen 1:2 in Jastorf – ausnahmslos vielversprechende Vorstellungen. Eine knifflige Aufgabe also für den TSV, hier die Kurve zu kriegen.

TuS Wieren – Emmendorf II

Mit der punktgleichen Emmendorfer Reserve erwartet der TuS Wieren einen Gegner, der ebenso wie er noch nicht so richtig weiß, in welche Richtung es gehen wird. Die Platzherren zeigten bislang wenig Konstanz, traten zuletzt in Ebstorf ohne den nötigen Mumm auf und kamen mit dem Ergebnis (0:1) äußerst glimpflich davon. Aber auch der SVE rätselt nach seinen bisherigen drei Unentschieden. Trainer Stephan Brinkmann nach dem jüngsten 3:3 gegen Jastorf: „Wir führen klar, bestimmen Ball und Gegner und schenken nach hinten raus die Punkte her.“

TSV Jastorf – Bodenteich II

„Zack, da ist der nächste Punkt“, schallte es im Jastorfer Lager nach dem jüngsten 3:3 in Emmendorf – der Aufsteiger ist nach drei Spielrunden immer noch ungeschlagen. Und die bisherigen Gegner waren mit Union Bevensen (1:1), TuS Ebstorf (2:1) und eben den Emmendorfern ja auch nicht von Pappe. Mit den noch sieglosen Bad Bodenteichern (zwei Unentschieden/eine Niederlage) kündigt sich jetzt ein vermutlich direkter Rivale im Kampf um den angestrebten Klassenerhalt an. Ein Duell also, in dem es für beide um ganz wichtige Zähler geht.

Holdenstedt – Eddelstorf

Eine günstige Gelegenheit, sich in der oberen Tabellenhälfte einzunisten, wittern die Holdenstedter. Ein Unentschieden in Emmendorf (1:1), ein glatter Sieg über TuS Bodenteich (4:0) – fehlt jetzt „nur“ noch ein Erfolg über den SV Eddelstorf. Leicht gesagt, aber vermutlich ein ganz hartes Stück Arbeit! Die Gäste stecken nach eigener Erkenntnis in einer „Ergebniskrise“. Drei Spiele, drei Punkte – das ist nicht das, was sie sich ausgerechnet haben. Trotz starker Vorstellungen verlor der SVE zuletzt gegen die Aufstiegsaspiranten Oldenstadt (1:3) und SC Uelzen (0:1). Das würden die Eddelstorfer nur zu gern ausbügeln.

SC Uelzen – Kirch.-/Westerweyhe

Mit weißer Weste – zwei Spiele, zwei Siege – steht der Sportclub Uelzen vor dem Stadtderby mit dem SC Kirch.-/Westerweyhe da. „Alles im Lot“, sollte man zumindest denken. Doch die Fischerhöfler plagen ein paar Sorgen: Torjäger Timm Rogge verletzte sich im Pokalspiel in Ostedt am Knie und wird ebenso fehlen wie Mittelfeldmotor Ugur Tunc (Sperre). Trotzdem – die relativ klare Favoritenrolle halten sie nach wie vor in ihren Händen. Auch wenn der SCK nach seinen jüngsten Erfolgen im Pokal (3:2 in Ripdorf) und gegen Rätzlingen (1:0) sicherlich im Aufwind trudelt.

TV Rätzlingen – SV Hanstedt

Trostlos, punktlos, Ligaschlusslicht – die ersten Wochen dieser noch jungen Saison hätten für die Rätzlinger nicht dürftiger verlaufen können. Aber der TVR-Trainer Frank Kilian wird die richtigen Worte gefunden haben, um seine Mannschaft vor dem Duell mit dem Neuling aus Hanstedt entsprechend heiß zu machen – schließlich geht es für sie so langsam aber sich um die Wurst. Der SV Hanstedt erlebte beim 1:5 im Nachbarschaftsduell gegen Wriedel eine krachende Bauchlandung, richtete seinen Blick aber sofort wieder nach vorn. Der Aufsteiger will unbedingt an die guten Leistungen der ersten beiden Spiele anknüpfen (zwei Siege) und weitere Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Von Michael Klingebiel

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