Fußball – Bezirkspokal: Union Bevensen ausgerechnet im Hit gegen Teutonia mit extremen Personalsorgen

Sie wollen, viele können aber nicht

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Es wird nicht einfach mit den Jubelszenen. Union Bevensen (Hauke Tippe) hat gegen Teutonia Uelzen kaum Möglichkeiten, um von der Bank nachzuschieben.

Uelzen/Landkreis. Kreispokalsieger gegen Bezirkspokalfinalist. Mit Union Bevensen und Teutonia Uelzen treffen die Pokalüberflieger der abgelaufenen Saison in der Qualifikationsrunde des Bezirkspokals aufeinander.

Im zweiten Mittwochsspiel stehen sich die Bezirksligisten SV Rosche und VfL Suderburg gegenüber.

Union Bevensen – Teutonia Uelzen (Mi., 19)

Underdog sind sie ohnehin, doch Union hat zusätzlich auch noch extreme Personalsorgen. „Ich hoffe auf einen Kader von 13 Spielern“, zeigt sich Union-Coach Thorsten Schüler wenig optimistisch. Studium, Urlaube und Verletzungen bereiten dem Trainer Sorgen: „Bei solch einem Spiel wollen ja eigentlich alle dabei sein, aber bei vielen geht es einfach nicht.“ Dabei weiß Schüler genau, wie man den großen Kontrahenten ärgert.

Im vergangenen Jahr traf er als Coach des FC Oldenstadt auf Teutonia und sah seine Elf bis zur 79. Minute mit 2:0 in Front. Dann drehte Teutonia das Spiel und setzte sich mit 4:2 durch. „Davon können wir dieses Mal leider nicht ausgehen. Dafür fehlen die Möglichkeiten, von der Bank nachzuschieben“, so Schüler.

Dazu kommt ein wild entschlossener Gegner, der nach einer völlig verkorksten Spielzeit alles daran setzen will, sich von seiner besseren Seite zu zeigen. „Nach der schlechten Saison wollen sich alle besser präsentieren“, kündigt Teutonias Co-Trainer Peter Kramer einen couragierten Auftritt an. Ein Weiterkommen ist für den Bezirkspokalfinalisten 2017/18 auch wegen der benötigten Spielpraxis von elementarer Bedeutung.

Abgesehen vom Turniersieg beim SV Holdenstedt hat der Landesligist noch kein Testspiel in der Sommerpause absolviert. „Wir haben dieses Mal ganz bewusst einen anderen Weg eingeschlagen“, sagt Kramer. Statt zu spielen, wurde im Training Wert auf „reine Grundlagenausdauer“ gelegt. Die Mannschaft trifft sich vier bis fünf Mal in der Woche auf dem Trainingsplatz. Ein Testspiel gegen den dezimierten Vastorfer SK fiel außerdem aus. Vor diesem Hintergrund ist das Erreichen der 1. Hauptrunde gleich doppelt wichtig. „Die Testphase geht jetzt richtig los“, erklärt Kramer und schließt nach den schwierigen letzten Monaten mit dem Klassenerhalt am letzten Spieltag aus, dass die Bad Bevensener im Vorbeigehen besiegt werden. „Man kann nicht davon ausgehen, dass Teutonia irgendeinen Gegner unterschätzt.“

Verzichten muss der Landesligist lediglich auf die urlaubenden Alberto Mendes und Kevin Venancio. Der Sieger dieser Partie trifft am Sonntag auf SV Eddelstorf.

SV Rosche – VfL Suderburg (Mi., 19)

Für Rosche-Coach Pascal Kläden kommt das erste Pflichtspiel deutlich zu früh in der Vorbereitung. Gewinnen will er die Partie gegen den Ligakonkurrenten Suderburg natürlich trotzdem: „Wir werden alles geben, auch wenn wir das weiterhin als Vorbereitung sehen.“ Einige Fans hatten ihn beim Testspiel am Sonntag gegen den TuS Neetze (4:4) darauf angesprochen, dass sie sich gar nicht mehr an den letzten Sieg gegen Suderburg erinnern können. „Das wollen wir ändern“, so Kläden, der gegen Neetze wieder selbst die Schuhe schnürte und sogar ein Freistoßtor erzielte. „Das bleibt aber die absolute Ausnahme. Ich werde die Geschicke von der Seitenlinie aus leiten.“

Gegen den VfL muss Kläden auf seinen Abwehrchef Felix Popko verzichten, der sich gegen Neetze am Knöchel verletzt hatte. Zudem sind Erik Reimer (beruflich) und Neuzugang Chris Hanke (Dienst) nicht dabei. Der Rest ist bis auf ein bis zwei Angeschlagene aber bereit, für eine kleine Überraschung zu sorgen.

Suderburg dagegen will das Ergebnis des letzten Jahres wiederholen. Auch da setzte sich der VfL in der ersten Pokalrunde auswärts gegen Rosche durch (3:1). Gegen den SC 09 Uelzen war danach allerdings Schluss. Nach Möglichkeit soll es in dieser Saison etwas weiter gehen für die Mannschaft von Jaroslav Detko. Immerhin gewann den Bezirkspokal mit dem TV Jahn Schneverdingen im vergangenen Jahr auch ein Bezirksligist. In der 1. Runde wartet auf Rosche oder Suderburg am Sonntag der Landesligist SV Emmendorf.

Von Arek Marud und Christian Thiemann

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