1. Fußball-Kreisklasse: Abstiegszittern bei Rosche, Jelmstorf, Niendorf/Halligdorf und Wrestedt/Stederdorf

„Wir werden kämpfen bis zum Umfallen“

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Abstiegskampf auf Biegen und Brechen: Der SV Rosche (links Justus Widdecke) hat dabei die schlechtesten und der TSV Wrestedt/Stederdorf (Dennis Jürgens) die besten Karten.

Uelzen/Landkreis. Die Aufstiegsfrage ist geklärt. Nun dreht sich in der 1. Fußball-Kreisklasse alles speziell um den Abstiegskampf. Hier werden von den vier gefährdeten Mannschaften zwei in den sauren Apfel beißen müssen.

Die schlechteste Ausgangslage hat dabei der SV Rosche II, der im Derby bei Aufsteiger Suhlendorf gewinnen muss. Jelmstorf und Niendorf/Halligdorf, punktgleich auf dem vor- und drittletzten Rang, haben gegen Suderburg II respektive Sperber Veerßen vom Schwierigkeitsgrad her vergleichbare Heimaufgaben. Der TSV Wrestedt/Stederdorf könnte mit einem Sieg gegen Oetzen den Klassenerhalt feiern. Nur in Bienenbüttel wird am Sonntag um 13 Uhr begonnen, der Rest folgt um 15 Uhr.

SV Jelmstorf –

VfL Suderburg II

Sie sind zurück! Mit dem 3:2-Sieg in Oetzen setzten die Jelmstorfer (13./20 Punkte) im Abstiegskampf nach zuvor erfolglosen Wochen das dringend benötigte Ausrufezeichen. Trainer Markus Baldig rechnet hoch: „Mit sechs Punkten halten wir die Klasse!“ Gegen Suderburg (10.) erscheint ein Erfolg zumindest möglich, denn der Gast riss zuletzt keine Bäume aus. „Ich würde die Saison gern auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden“, wünscht sich VfL-Trainer Malcom Hamama, den personelle Sorgen plagen.

TSV Wrestedt/Stederdorf –

SVG Oetzen/Stöcken

Wrestedt (11./23) benötigt noch einen Sieg, um das Abstiegsgespenst zu vertreiben. Allerdings gab es in den letzten acht Partien nur ein Erfolgserlebnis. „Wenn wir in Führung gehen, sehe ich eine Chance. Falls wir in Rückstand geraten, wird es ganz schwierig in unserer Situation“, wagt Trainer Thomas Jürgens eine Prognose. Die SVG (3.) ist nach dem verpassten Aufstieg froh, wenn die Saison durch ist. Dennis Thomsen (Muskel- und Bänderriss) stockt das üppige Lazarett weiter auf. Wettbewerbsverzerrung will sich die SVG aber keinesfalls vorwerfen lassen. „Fakt ist aber auch, dass in unserer Lage nicht mehr drin ist“, urteilt Sascha Hartig vom Trainerteam.

TSV Suhlendorf –

SV Rosche II

Die Roscher (14./16) haben im Abstiegskampf die deutlich schlechtesten Karten. Die Blau-Weißen benötigen zwingend zwei Siege, darunter also auch beim Aufsteiger aus Suhlendorf. „Wir werden kämpfen bis zum Umfallen“, kündigt Trainer Lars Richter an. Er weiß, dass seine Elf einen „Sahnetag“ benötigt, um für eine Überraschung zu sorgen. Personell sind die Voraussetzungen nicht gut. Von Nachbarschaftshilfe will Suhlendorfs Trainer Mike Schneider nichts wissen. „Das wäre unfair gegenüber den anderen Mannschaften.“ Jetzt steht auch fest, wer Schneider als Trainer beerben wird: Stephan Lindemann (ausführlicher Bericht folgt morgen).

TSV Niendorf/Halligdorf –

Sperber Veerßen

Das war zuletzt kein guter Spieltag für die Niendorfer (12./20), die selbst verloren und dann auch noch den überraschenden Jelmstorfer Sieg schlucken mussten. So verhindert nur das Torverhältnis den Absturz auf einen Abstiegsplatz. Trainer Marco Schulze ist dennoch optimistisch: „Die Mannschaft hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen und will im letzten Heimspiel wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren.“ Gegner Sperber Veerßen überzeugte zuletzt, holte sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, bewies dabei ungewohnten Torhunger (11 Tore). Für Trainer Oliver Ecke sind Geschenke für seinen Ex-Verein kein Thema. „Für mich ein normales Spiel, das ich gewinnen will.“

TSV Bienenbüttel II –

SC 09 Uelzen II

Augenscheinlich nichts mehr geht beim TSV Bienenbüttel, das 0:7 in Suhlendorf war für den Tabellensechsten die vierte Pleite in den letzten fünf Spielen. Der Sportclub (8.) präsentierte sich zuletzt stabil und fuhr souverän den Klassenerhalt ein. Interessantes Detail am Rande: Es trifft die zweitbeste auf die drittbeste Defensive.

MTV Römstedt –

SV Stadensen

Wer denkt, dass Meister Römstedt am Ende die Zügel etwas schleifen lassen würde, sieht sich komplett getäuscht. 8:1 gegen Suderburg, 6:0 gegen Ripdorf – der MTV schoss aus allen Rohren und zeigte erneut, dass er eine Ausnahmestellung einnimmt. Gegner SV Stadensen (7.) sollte also gewarnt sein, knöpfte dem Klassenprimus allerdings im Hinspiel (2:2) einen Punkt ab.

VfL Böddenstedt –

Germania Ripdorf

Im Hinspiel erlebten die Böddenstedter (5.) ihre wohl schwärzesten Minuten, unterlagen 2:8! Die Vorzeichen für eine Revanche stehen bestens, denn der VfL dreht zum Ende der Spielzeit richtig auf und ist seit acht Spielen unbesiegt. Ganz anders ist die Stimmung und Lage in Ripdorf, hier wird nach einer schwachen Rückrunde mit nur 14 Zählern das Ende der Spielzeit herbeigesehnt.

Von Immo de la Porte

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