Fußball: SC Uelzen bereitet sich auf LSK-Kracher gegen Hannover 96 vor

„Wir machen nichts anderes mehr“

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In der nächsten Saison soll wieder mehr gejubelt werden: Zweitligist Hannover 96 (von links: Jonathas, Felipe, Linton Maina, Edgar Prib) macht in der Sommervorbereitung Halt in Uelzen.

Uelzen – Zweieinhalb Wochen haben sie noch, die Verantwortlichen des SC Uelzen. Dann steigt am Sonnabend, 29. Juni, um 16.30 Uhr auf der Sportclub-Anlage am Uelzener Fischerhof das Fußball-Testspiel zwischen dem Regionalligisten Lüneburger SK und Bundesliga-Absteiger Hannover 96.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Spiel und Rahmen

„Wir machen den ganzen Tag nichts anderes mehr“, offenbart der SC-Vorsitzende Timo Kairies. Es soll dabei nicht nur ein bloßes Testspiel geben – ein buntes Rahmenprogramm wird die bunte Veranstaltung abrunden. Über eine Hüpfburg zum Kinderschminken bis hin zu einem eventuellen Liveact: „Wir wollen etwas bieten, dass es nicht nur eine Veranstaltung für den Fußballfan ist, sondern für die ganze Familie“, lässt Kairies in die Planungen einblicken.

Den Kontakt gab es über den ehemaligen SC-Fußballer Qendrim Xhafolli, den jetzigen Assistenten von LSK-Trainer Rainer Zobel. Die Lüneburger starten mit einem Trainingslager vom 27. bis 30. Juni in Uelzen in die Vorbereitungen auf die neue Saison und beziehen Quartier in der Jugendherberge am Fischerhof. Höhepunkt ist das Spiel gegen Bundesliga-Absteiger Hannover 96.

Den Draht zu den Roten stellte Übungsleiter Zobel her. Der hat neben einer Vergangenheit beim Sportclub als Jugendspieler auch eine als Jungprofi bei Hannover 96. „Es war eine Nacht- und Nebelaktion und ist ein Kraftakt“, erklärt Kairies.

96 setzt Bedingungen

Die Landeshauptstädter legten einen „Standardvertrag“ (Kairies) vor, der diverse Dinge voraussetzt. „Aber wir sind kompromissbereit“, betont der SC-Vorsitzende. In dem Schriftstück sei zum Beispiel festgelegt, wie lange vorher der A-Platz nicht genutzt werden dürfe und was die Gästekicker zur Verpflegung bekommen sollen. Kairies: „Da gibt es klare Vorschriften.“ Beim Rasen werde Hannover keine Defizite vorfinden, glaubt der Uelzener: „Unser Platzwart arbeitet sowieso eifrig am A-Platz.“ Gute Voraussetzungen also.

Sicherheit

Auch in puncto Sicherheit müssen einige Dinge geklärt sein. Die Anzahl der Ordner wird von den verkauften Karten abhängen. Da aber wird es neben ehrenamtlichen Helfern aus dem Verein auch professionelle Ordner geben. „Wir hatten bereits Gespräche mit dem Ordnungsamt und der Polizei. Das ist ordentlich Arbeit“, betont Kairies. Mit 96-Ultras müsse man nicht rechnen. „Da hat Hannover signalisiert, dass nichts passiert.“ Traditionell halten sich die Ultras ohnehin von Testspielen fern.

17 Tage sind es noch. Die Vorbereitungen laufen. Eines wissen die Uelzener bereits jetzt: „Wir erhoffen uns, dass es ein schönes Ereignis für die Stadt und die Region wird“, so Kairies.

VON ROUVEN PETER

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