1. Kreisklasse Süd: Emmendorfs Reserve große Verliererin im Abstiegskampf

Wieren vertreibt die Pechmarie

Teutonias Torwart Maurice Maus faustet den Ball weg. Sein Mitspieler Maximilian Meyer (links) und der Suhlendorfer Johannes Graf sind mittendrin im Getümmel.
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Teutonias Torwart Maurice Maus faustet den Ball weg. Sein Mitspieler Maximilian Meyer (links) und der Suhlendorfer Johannes Graf sind mittendrin im Getümmel.

Uelzen/Landkreis – Der SV Emmendorf II ist zum Rückrundenstart in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd der große Verlierer im Abstiegskampf. Gestern verlor er seine Heimpartie gegen Germania Ripdorf mit 2:3 Toren, während die Konkurrenz punktete.

Nichts Neues hingegen an der Tabellenspitze, denn das Trio Ebstorf, Molzen und Wieren gewann seine Spiele.

TuS Bodenteich II – SVG Oetzen/St. 1:0 (1:0)

Kein Durchkommen gab es für die SVG Oetzen/Stöcken (rechts Jan-Hendrik Meese) beim TuS Bodenteich II (Jan-Georg Hinrichs), der die Partie mit 1:0 gewann.

Von Anfang an hatten die Gäste mehr vom Spiel, konnten mit ihrem Ballbesitz aber nicht viel anfangen. Der SVG fehlte es an Ideen und Tempo, um den aufmerksam verteidigenden TuS in echte Bedrängnis zu bringen. „Wir hatten heute eine echt gute Raumaufteilung“, freute sich Bodenteichs Coach Stefan Buß, der aufgrund des dünnen Kaders selbst ranmusste. Das Tor des Tages erzielte Jan-Henrik Schulz mit einem Schlenzer ins lange Eck. Die Platzherren hätten bereits zuvor in Führung gehen können, doch Jannis Schwerin scheiterte per Foulelfmeter.

VfL Breese/Langendorf II – TuS Ebstorf 1:4 (1:2)

Der Tabellenführer aus Ebstorf löste die Pflichtaufgabe souverän und überzeugend. Mann des Tages war ohne Frage Gian-Luca Dickschas. Der Innenverteidiger traf jeweils nach ruhenden Bällen gleich dreimal! „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht und viele Chancen herausgespielt“, bilanzierte Trainer Björn Penkert zufrieden.

Seine Elf kam in einer fair geführten Partie (keine Gelbe Karte) nur gegen Ende der ersten Halbzeit aus dem Tritt, kassierte prompt den Gegentreffer.

SV Emmendorf II – Germania Ripdorf 2:3 (2:1)

Bittere Pleite für die Emmendorfer, die sich tiefer denn je im Abstiegskampf befinden. Dabei roch es gegen Ripdorf nach einem Sieg. Der SVE drehte das schnelle 0:1 durch Tore von Jan Heinze und Mohammed Chamas jeweils nach Vorarbeit von Dustin Borbe in eine vollauf verdiente 2:1-Führung herum. Doch dann verteidigte die Heimelf zweimal lange Schläge schlecht, Hendrik Beck und Lucas Ruttig stellten quasi aus dem „Nichts“ auf 2:3. „Kollektives Versagen in der Defensive“, ärgerte sich SVE-Trainer Thiemo Hauer.

TSV Suhlendorf – SG Rätzl./Teut. II 3:3 (1:2)

In der Nachspielzeit drosch Suhlendorfs Yeshe Warnecke einen Freistoß aus 20 Metern zum 3:3 gegen den reaktivierten SG-Keeper Maurice Maus in die Torwartecke und rettete seiner Mannschaft damit noch einen Zähler. Die dieses Mal deutlich verbesserte SG führte zwischenzeitlich 3:1, vergab dann aber fahrlässig mehrfach die endgültige Entscheidung.

„Wir haben einen glücklichen Punkt geholt, Rätzlingen/Teutonia hätte den Sieg verdient gehabt“, gab Suhlendorfs Trainer Stephan Lindemann ehrlich zu.

FC SG Gartow – TuS Wieren 3:4 (1:2)

Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit. Nach einem Foul an Timo Püffel nutzte Jens Stottmeister den fälligen Strafstoß zum umjubelten Wierener Siegtreffer. „Irgendwie hatten wir es verdient“, meinte TuS-Trainer Mike Schneider. In der ersten Hälfte haderten die Wierener noch mit der Pechmarie, trafen gleich dreimal Aluminium. Doch auch die Gartower bleiben jederzeit gefährlich, sorgten dafür, dass die Zuschauer in Gorleben 90 intensive und gutklassige Minuten erleben konnten.

TSV Wriedel – VfL Suderburg II 3:3 (2:0)

Die Wriedeler sahen in einer temporeichen Partie wie der Sieger aus, führten sie doch mit 2:0 und 3:1. Das dritte TSV-Tor entsprang einem schnell ausgeführten Freistoß von Marcel Zetler, der aus 23 Metern einschoss, während die Suderburger noch die Mauer stellten. Doch hinten heraus bekam der VfL Oberwasser. „Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen“, erkannte Wriedels Trainer Thorben Kruckenberg. Letztlich war der späte 3:3-Ausgleich durch Oliver Menges nicht unverdient.

SV Zernien – SV Molzen 0:7 (0:2)

Molzener Scheibenschießen in Zernien. „Wir müssen schon zur Halbzeit 5:0 führen“, sah Molzens Vorsitzender Axel Jacobs ein einseitiges Geschehen gegen einen allerdings auch weitgehend indisponierten Gegner, der sich keine echte Chance herausarbeiten konnte. Zerniens Torwart Jonas Hahlboh verhinderte mehrfach weitere Einschläge. Sehenswert unter den Treffern der Kleeblätter waren die beiden Freistoßtore von Florian Meier und Nico Freimuth aus 23 bzw. 20 Metern.

TuS Liepe – SV Stadensen 3:1 (2:0)

In der ersten Halbzeit konnten die Stadenser nicht überzeugen, lagen gegen gut aufspielende Lieper nicht unverdient hinten. Doch nach Wiederbeginn wurde der SVS zur klar spielbestimmenden Mannschaft, die sich nun reihenweise Chancen herausspielte. Doch der Gast ließ diese auch reihenweise liegen, unter anderem vergab Nick Meyer gleich drei ganz dicke Möglichkeiten. So musste ein Eigentor der Lieper zum überfälligen Anschluss herhalten. Doch die Hoffnung auf einen Punktgewinn hielt nur fünf Minuten, dann traf Moritz Hirsch nach einem unzureichend abgewehrten Freistoß zum 3:1 „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, meinte Stadensens Trainer Christopher Müller.

VON IMMO DE LA PORTE

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