Emmendorfer Rundreise durch die Landesliga

„War natürlich ein gutes Gefühl“

Mit dem Aufsteigerduell gegen den TSV Westercelle begann der Triumphzug des SV Emmendorf (links) durch die Landesliga. Am 1. Mai stehen sich die Teams erneut gegenüber. Foto: B. Klingebiel

kl Emmendorf. Der SVE on Tour! Fünf Auswärtsspiele in Folge hat der Fußball-Landesligist zu bestreiten. Nummer zwei und drei stehen in diesen Tagen bevor. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) ist der Aufsteiger zu Gast beim SV Blau-Weiß Bornreihe, dem Überfliegerteam der Rückrunde.

Busabfahrt für interessierte Fans ist um 10. 30 Uhr am Vereinsheim. Und am Dienstag, 1. Mai, führt die Reise zum abstiegsbedrohten VfL Westercelle, der erst am Mittwochabend bei Teutonia Uelzen mit 2:4 unterlag.

Vor allem die Bornreiher nötigen Spielertrainer Stephan Blödorn allen Respekt ab. Immerhin können er und sein Kollege Till Marks nach dem personellen Engpass beim 2:0-Sieg in Meckelfeld wieder auf Luca Schenk und Jonas Foth zurückgreifen. Blödorn: „Wenn Bornreihe die gesamte Saison so aufgetreten wäre wie jetzt, würden sie um den Titel mitspielen.“

Ging aber nicht, weil der Oberligaabsteiger erst im Winter und tief im Tabellenkeller stehend die Notbremse zog und sich mit etlichen Akteuren vom Bremer SV verstärkte. In den letzten zehn Spielen gab’s denn auch nur eine Niederlage für die „Moorteufel“, die 21 Punkte sammelten. Vor der Winterpause waren ihnen insgesamt nur drei Siege gelungen – darunter ein 3:0 in Emmendorf.

Gute Erinnerungen hat der SVE hingegen an den Dienstag-Gegner VfL Westercelle. Mit dem 1:0-Heimsieg am 13. August begann für den Aufsteiger die Tempofahrt durch die Liga. Als Francesco Sabatino nach 67 Spielminuten im Waldstadion der erlösende Treffer gelang, verbuchten die Emmendorfer das 1:0 als den ersten wichtigen Sieg gegen einen Abstiegskonkurrenten. Mittlerweile sind die Grün-Schwarzen meilenweit von der Gefahrenzone entfernt.

„Es war natürlich ein gutes Gefühl, in unserem ersten Landesligaspiel der neuen Saison zu treffen. Umso schöner, dass es der Siegtreffer war und wir somit die ersten drei Punkte gegen den Abstieg einfahren konnten“, blickt Sabatino auf seinen großen Moment zurück.

Westercelle hat das Problem mit dem Klassenerhalt immer noch am Hacken, stellte sich vorgestern in Uelzen aber eine Stunde lang als unbequemer Gegner vor, der sogar mit 2:0 in Führung zog. Blödorn erinnert sich nur zu gut an den Arbeitssieg vor eigener Kulisse: „Der VfL kommt über das Kollektiv, arbeitet gut zusammen.“

Die Emmendorfer haben sich in der Zwischenzeit taktisch weiter entwickelt, das Tempo der Landesliga einverleibt und auch Niederlagen problemlos verarbeitet. Qualitäten, die am Tag der Arbeit auch in Westercelle gefordert sein werden. Sabatino: „Sie spielen zuhause und haben die Niederlage aus dem Hinspiel im Hinterkopf. Somit werden sie alles reinhauen, was sie haben. Wir können uns also auf einen harten Kampf einstellen.“ Bei den Westercellern hat das Trainergespann verlängert! Heiko Vollmer und Axel Güllert bleiben auch über das Saisonende hinaus.

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