Fußball-Bezirksliga: Nach dem Bardowick-Spiel ist Schluss

Überraschender Trainerwechsel in Eddelstorf: Kobus/Rötschke hören auf, Gatzka übernimmt

Zwei Trainer sitzen auf einer überdachten Trainerbank.
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André Kobus und Marlon Rötschke (rechts) sitzen am Sonntag in Bardowick letztmalig auf der Trainerbank.
  • Arek Marud
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Paukenschlag beim Fußball-Bezirksligisten SV Eddelstorf: André Kobus und Marlon Rötschke hören nach dem Bardowick-Spiel auf. Christof Gatzka übernimmt.

Eddelstorf - Überraschender Trainerwechsel in der Fußball-Bezirksliga: Der Vorstand des SV Eddelstorf und das Trainergespann André Kobus und Marlon Rötschke haben sich auf die Beendigung der Zusammenarbeit nach dem Bezirksliga-Spiel an diesem Sonntag beim Tabellenführer TSV Bardowick geeinigt.

Die Trainer hatten vor einer Woche angekündigt, spätestens in der Winterpause von ihren Posten zurückzutreten, aber auch für einen vorherigen Wechsel bereit zu sein. „Unter diesen Umständen hält es der Verein für sinnvoll, den Wechsel sofort zu vollziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung des SV Eddelstorf.

Neuer Trainer ist Christof Gatzka, der bereits zweimal verantwortlich an der Linie des SVE stand, zuletzt als Torwart aushalf und ein wahres SVE-Urgestein ist. Interimsweise unterstützt ihn bis Saisonende der 2. SVE-Vorsitzende Andreas Burmester als Co-Trainer.

Der 36-jährige Gatzka freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Mannschaft: „Der SVE befindet sich in einer kritischen Phase. Wir wollen sowohl der Mannschaft als auch dem ganzen Verein einen Schub geben und unseren Fans leidenschaftlichen Fußball bieten.“

Zugleich betont Burmester, dass die Beendigung der Zusammenarbeit mit Kobus/Rötschke absolut reibungslos verlief. „Wir danken André und Marlon ausdrücklich für ihre Arbeit und ihr Engagement, wünschen ihnen für neue Aufgaben alles Gute und werden die beiden am Königskamp immer herzlich willkommen heißen.“

Kobus und Rötschke sehen das ebenso: „Der SV Eddelstorf ist ein wirklich toller Verein und wir wünschen ihnen für die Zukunft nur das Allerbeste. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am Königskamp.“

Ihr Grund für den Abschied war der nervenaufreibende Saisonverlauf. „Die letzten Wochen und Monate und besonders die hohen Niederlagen in der jungen Vergangenheit, aber auch die leidenschaftlichen geführten, erfolgreichen Spiele gegen Barum und Emmendorf haben mächtig Körner gekostet. Wir haben immer an die Jungs geglaubt, sie jede Woche in den Trainings und bei den Spielen motiviert und sie immer an ihre Stärken erinnert. Wenn uns die ‚Trendwende' nicht gelungen wäre, hätte viel mehr als nur ein Trainerwechsel auf dem Spiel gestanden.“ Ihr Dank gilt speziell dem 1. Vorsitzenden Michael Strzalla, „der immer für uns da war und uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand“. Kobus und Rötschke betonen, dass sie keine Pläne für die fußballerische Zukunft hätten.

Nun also soll es der neue Hoffnungsträger Gatzka richten und den Verein vielleicht doch noch vor dem Abstieg bewahren. „Ich könnte mir in unserer Situation keinen besseren Trainer vorstellen als Christof Gatzka. Uns eint die tiefe Verbundenheit zum Verein. Wir setzen bei den Spielern auf eine hohe Identifikation mit dem SVE und leben das natürlich auch selbst vor. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Christof und der Mannschaft“, meint Burmester, der erst nach der beschlossenen Trennung den Kontakt zu Gatzka aufnahm. „Er ist eine absolute Topwahl.“

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