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VfL Böddenstedt trennt sich überraschend von Trainer Karsten Kröger

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Von: Bernd Klingebiel

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Zwei Trainer schütteln sich die Hände vor der Ersatzbank.
Trainer Karsten Kröger (Zweiter von rechts, mit dem Wriedeler Coach Mathias Grabs) muss sich überraschend von seinem Trainerposten beim VfL Böddenstedt verabschieden. © Immo de la Porte

Tabellenplatz vier in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd für den Aufsteiger. 13 Punkte nach sieben Spielen. Obwohl der VfL Böddenstedt nach Ansicht von Obmann Matthias Salge „sportlich gut dasteht“, kommt für Trainer Karsten Kröger nach vier erfolgreichen Jahren überraschend das Aus!

Böddenstedt – Am Montagabend (19. September) informierte Salge den Übungsleiter, der im Angelurlaub in Dänemark ist und deswegen auch schon beim jüngsten 5:0-Heimsieg gegen den TSV Lehmke nicht an der Seitenlinie stand. Kröger, der für eine Stellungnahme für az-online bisher nicht erreichbar war, habe sich „überrascht und gefasst“ gezeigt, sagt Salge.

„Die Entscheidung ist uns schwergefallen. Wir hatten gemeinsam viele schöne Stunden und sind aufgestiegen. Die Gründe liegen im zwischenmenschlichen Bereich. Es funktioniert nicht mehr zwischen Trainer und Mannschaft“, erklärt Salge gegenüber der AZ.

Das angespannte Verhältnis habe sich „in den letzten Wochen bei den Jungs angestaut“, nunmehr „an Fahrt aufgenommen“ und sei schließlich – auch für Zuschauer deutlich vernehmbar – nach der 2:4-Niederlage im Topspiel beim SC Kirch-/Westerweyhe in der Kabine eskaliert. So hätten sich insgesamt „unüberwindbare Differenzen aufgetan in der Erwartungshaltung, Spielausrichtung und in personellen Entscheidungen“, fasst Salge zusammen.

Justin Reeger jetzt Spielertrainer beim VfL Böddenstedt

Die Entscheidung, sich von Kröger zu trennen, werde „von der gesamten Mannschaft getragen“. Zuvor habe es zahlreiche Gespräche mit und im Team, dem Mannschaftsrat und dem Vorstand gegeben. Als Ergebnis sei „eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem Team und dem Coach „nicht mehr vorstellbar“. Vorerst übernimmt Routinier Justin Reeger als Spielertrainer die sportliche Verantwortung beim VfL, der am Sonntag (25. September, 13 Uhr) zum Derby beim Erzrivalen VfL Suderburg II antreten wird.

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