Handball-Landesliga Männer: Uelzen greift nach einem der letzten Strohhalme

Verlieren verboten

Der TV Uelzen (Steffen Drewes) im Sturzflug: Um doch noch für eine weiche Landung sorgen zu können, muss im heutigen Heimspiel unbedingt ein Sieg her. Foto: B. Klingebiel

Uelzen. Die Ergebnisse lassen hoffen, der Druck steigt trotzdem. Deshalb zählt für den Handball-Landesligisten TV Uelzen am heutigen Sonnabend um 19 Uhr nur ein Heimsieg gegen den MTV Müden/Ö.

Dass der Gegner auf Position acht mit neun Punkten mehr auf dem Konto als die Uelzener notiert wird, spielt keine Rolle. Mit dem bisher enttäuschenden Abschneiden hat sich der TVU in diese missliche Lage hineinmanövriert und muss ab sofort auch so genante Zusatzpunkte gegen die weitaus besser positionierte Konkurrenz einfahren. Trainer Stefan Hüdepohl weiß, was die Stunde geschlagen hat. „Sollten wir verlieren, wird es sehr schwer, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Gelingt uns aber ein Sieg, wäre wieder Land in Sicht.“

Mit vier Punkten rangieren die Uelzener derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Es spricht also aktuell wenig für die Mannschaft. Es gibt aber auch positive Ansätze. Zum einen bestreitet die Mannschaft in der Rückserie gegen die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte fast ausschließlich Heimspiele. Nur gegen den Vorletzten HG Winsen muss Uelzen auswärts antreten. „Ein merkwürdiger Spielplan“, findet Hüdepohl. Aber auch ein günstiger. „Natürlich tun wir uns zuhause einfacher als auswärts.“

Zum anderen sprechen die Ergebnisse 2013 für eine kleine Leistungssteigerung. Nach dem 35:35 beim TuS Jahn Hollenstedt (11.) gab’s zuletzt eine knappe 25:26-Niederlage beim Tabellendritten aus Clenze. „Das macht Mut“, baut Hüdepohl seine Schützlinge auf, wohlwissend, dass es für ansprechende Leistungen keine Sonderpunkte gibt. Der Aufwärtstrend müsse sich schleunigst in Siegen ausdrücken. Erste und womöglich letzte Gelegenheit bietet sich heute gegen Müden. Die hohe Hinspielpleite (20:31) will der Übungsleiter nicht überbewerten. „Das war mit Abstand unser schlechtestes Saisonspiel.“

Von Arek Marud

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